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🦫 Bepo erklärt das Klimaschutzkonzept der Stadt Moers – Teil 1.3
Wirtschaft, Menschen, Klimaanpassung und die große Frage: Was kostet das alles?
Willkommen zum letzten Teil unserer kleinen Reise durch das Klimaschutzkonzept der Stadt Moers Teil 1.
Im ersten Teil haben wir uns angeschaut, warum das Konzept überhaupt entstanden ist und welches Ziel Moers bis 2040 verfolgt.
Im zweiten Teil ging es um Energie, Gebäude und Mobilität – also um die Bereiche, die den größten Anteil an den Treibhausgasemissionen haben.
Heute schauen wir auf die Frage:
Was passiert eigentlich außerhalb von Gebäuden und Straßen?
Denn Klimaschutz funktioniert nicht allein über Technik. Er betrifft genauso unsere Wirtschaft, unseren Alltag und die Art, wie wir unsere Stadt weiterentwickeln.
🏭 Wirtschaft – Klimaschutz als Standortfaktor
Rund 27 Prozent der Treibhausgasemissionen in Moers entstehen im Bereich Wirtschaft (vgl. Kapitel 11.7).
Dazu gehören
- Industrie,
- Gewerbe,
- Handel,
- Dienstleistungen
- sowie die städtischen Unternehmen.
Das Klimaschutzkonzept macht dabei deutlich:
Die Stadt kann Unternehmen nicht einfach vorschreiben, wie sie produzieren sollen.
Sie kann aber unterstützen.
Deshalb setzt das Konzept vor allem auf
- Beratung,
- Vernetzung,
- Förderprogramme,
- Wissenstransfer
- und Kooperationen.
Klimaschutz soll ein Standortvorteil werden
Ein interessanter Gedanke zieht sich durch das gesamte Kapitel.
Nachhaltigkeit wird nicht nur als Umweltpolitik verstanden, sondern auch als Wirtschaftsförderung.
Die Idee dahinter:
Unternehmen, die
- energieeffizient arbeiten,
- Ressourcen sparen,
- moderne Technologien einsetzen
- und nachhaltig wirtschaften,
werden langfristig wettbewerbsfähiger.
Außerdem können sie leichter Fachkräfte gewinnen.
Denn auch Beschäftigte achten zunehmend darauf, wie nachhaltig ein Unternehmen arbeitet (vgl. Kapitel 11.7).
♻️ Kreislaufwirtschaft
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kreislaufwirtschaft (vgl. Kapitel 11.7.2.3).
Dabei geht es darum, Materialien möglichst lange im Nutzungskreislauf zu halten.
Anstatt Produkte wegzuwerfen, sollen sie
- repariert,
- wiederverwendet,
- recycelt
- oder als Rohstoff erneut genutzt werden.
Besonders im Bauwesen sieht das Klimaschutzkonzept hier großes Potenzial.
Baustoffe sollen künftig möglichst mehrfach genutzt werden.
Das spart Rohstoffe, Energie und Transportwege.
Oder biberisch gesagt:
Ich baue meinen Damm schließlich auch nicht jedes Jahr komplett neu.
🌾 Landwirtschaft und regionale Produkte
Auch Landwirtschaft spielt im Klimaschutzkonzept eine Rolle (vgl. Kapitel 11.7.2.5).
Dabei geht es unter anderem um
- den Schutz der Böden,
- nachhaltige Bewirtschaftung,
- Humusaufbau,
- regionale Lebensmittel
- und den Erhalt der Kulturlandschaft.
Regionale Produkte sollen stärker vermarktet werden.
Das stärkt
- die Landwirtschaft,
- den regionalen Handel,
- kurze Transportwege
- und die lokale Wertschöpfung.
👥 Gesellschaftliche Transformation
Jetzt kommen wir zu einem Kapitel, das ich persönlich besonders spannend finde.
Denn hier geht es nicht um Technik, sondern um Menschen.
Das Klimaschutzkonzept spricht von einer gesellschaftlichen Transformation (vgl. Kapitel 11.8).
Das klingt riesig.
Im Grunde bedeutet es:
Wie schaffen wir es, dass klimafreundliches Verhalten ganz selbstverständlich wird?
Klimaschutz beginnt nicht mit Verboten
Besonders interessant fand ich einen Abschnitt über die öffentliche Diskussion.
Dort beschreibt das Konzept, dass viele Menschen beim Thema Klimaschutz zuerst an
- Verbote,
- Einschränkungen
- oder Verzicht denken.
Das Konzept schlägt deshalb ausdrücklich ein anderes Framing vor.
Nicht Angst, sondern Vorteile.
Nicht erhobener Zeigefinger, sondern Alltagserleichterung.
Nicht Schuld, sondern Mitmachen. (vgl. Kapitel 11.8)
Ich finde diesen Gedanken bemerkenswert.
Denn Veränderungen gelingen meistens besser, wenn Menschen verstehen, warum sie sinnvoll sind.
Die kritische Masse
Ein weiterer spannender Punkt stammt aus der Transformationsforschung.
Das Konzept erklärt, dass nicht alle Menschen gleichzeitig überzeugt werden müssen.
Bereits 15 bis 25 Prozent einer Gruppe können ausreichen, damit sich neue Verhaltensweisen nach und nach verbreiten (vgl. Kapitel 11.8).
Das erinnert mich ein bisschen an einen Biberdamm. Es müssen nicht alle Äste gleichzeitig liegen.
Aber irgendwann entsteht eine stabile Struktur.
Bildung als Schlüssel
Ein eigenes Kapitel widmet sich der Bildung (vgl. Kapitel 11.8.2.1).
Dabei geht es nicht nur um Schulen.
Sondern um
- Kindergärten,
- Erwachsenenbildung,
- Vereine,
- Umweltbildung,
- praktische Erfahrungen.
Besonders betont wird die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Menschen sollen verstehen, welche Auswirkungen ihr eigenes Handeln hat und welche Möglichkeiten sie besitzen.
Denn wer Zusammenhänge versteht, kann leichter selbst Entscheidungen treffen.
Vereine als Multiplikatoren
Hier musste ich natürlich besonders aufmerksam weiterlesen.
Denn das Konzept beschreibt ausdrücklich, dass Vereine, Kultur und Sport wichtige Multiplikatoren sein können (vgl. Kapitel 11.8.2.2).
Warum?
Weil Menschen ihrem eigenen Verein oft stärker vertrauen als einer Broschüre.
Genau dort können Gespräche entstehen. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern beim Training, beim Stadtfest, im Chor, oder eben auf einem Vereinsabend.
🌳 Klimaanpassung
Selbst wenn morgen weltweit keine einzige Tonne CO₂ mehr ausgestoßen würde,
würden uns die Folgen des Klimawandels noch viele Jahre begleiten.
Deshalb beschäftigt sich das Konzept auch mit der Klimaanpassung (vgl. Kapitel 11.9).
Hier geht es unter anderem um
- Hitzeschutz,
- Starkregen,
- Hochwasser,
- Begrünung,
- Bäume,
- Wasserflächen
- und Entsiegelung.
Das Ziel lautet, Moers widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.
Vermeidung vor Kompensation
Ein Satz zieht sich durch das gesamte Kapitel.
Vermeidung hat Vorrang vor Kompensation.
Erst wenn Emissionen wirklich nicht mehr verhindert werden können, kommen
- CO₂-Speicherung,
- technische Verfahren
- oder hochwertige Klimazertifikate
in Betracht (vgl. Kapitel 11.9.2.2).
Das Konzept macht also deutlich, dass Ausgleich niemals der erste Schritt sein soll.
💶 Was kostet das alles?
Zum Schluss beschäftigt sich das Klimaschutzkonzept noch mit einer Frage,
die wahrscheinlich viele zuerst stellen.
Wer soll das bezahlen?
Die Antwort lautet:
Es wird teuer. Aber Nichtstun kostet ebenfalls Geld, langfristig sogar mehr Geld!!
Deshalb enthält das Konzept ein eigenes Kapitel zur Kosten-Nutzen-Analyse (Kapitel 12).
Dabei werden nicht nur Investitionen betrachtet,
sondern auch die möglichen Vorteile.
Zum Beispiel
- geringere Energiekosten,
- regionale Wertschöpfung,
- geringere Importabhängigkeit,
- bessere Luftqualität,
- höhere Lebensqualität,
- neue Arbeitsplätze,
- mehr Versorgungssicherheit
- und vermiedene Klimafolgekosten.
Das Konzept weist ausdrücklich darauf hin, dass sich Klimaschutz nicht allein über den Preis pro eingesparter Tonne CO₂ bewerten lässt.
Viele Maßnahmen entfalten gleichzeitig ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorteile.
🦫 Bepos Fazit
Nach über 170 Seiten bleibt bei mir vor allem ein Gedanke hängen.
Das Klimaschutzkonzept ist kein fertiger Bauplan.
Es ist ein Vorschlag, wie sich Moers in den kommenden Jahren entwickeln könnte.
Nicht jede Maßnahme wird automatisch umgesetzt. Nicht jede Idee wird unverändert bleiben.
Viele Projekte müssen erst
- politisch beschlossen,
- finanziert,
- geplant
- und gemeinsam diskutiert werden.
Aber genau dafür gibt es solche Konzepte.
Sie beschreiben ein mögliches Ziel und einen möglichen Weg dorthin.
Was mich persönlich beeindruckt hat:
Das Konzept denkt Klimaschutz nicht nur technisch.
Es spricht über Bildung, über Vereine, über Zusammenhalt, über Stadtentwicklung, Lebensqualität, Wirtschaft, Mobilität und über die Frage, wie Menschen Veränderungen überhaupt annehmen.
Ob am Ende alles genauso kommt, kann heute niemand sagen.
Aber wer mitreden möchte, sollte wissen, worüber eigentlich gesprochen wird.
Deshalb hoffe ich, dass diese kleine Reise durch das Klimaschutzkonzept dabei geholfen hat.
Denn eins gilt auch beim Dämmebauen:
Man muss nicht jeden Ast mögen. Aber man sollte wissen, warum er an genau dieser Stelle liegt.
🦫 Euer Bepo
(Chef vom Damm, Freund verständlicher Verwaltungssprache und überzeugt davon, dass gute Bürgerbeteiligung immer mit verständlichen Informationen beginnt.)
🦫 Bezahlung der Woche: Ich arbeite heute ausschließlich gegen Fachbegriffe ohne Übersetzung und für Klimaschutz, den auch normale Menschen verstehen.

🦫 Bepo erklärt das Klimaschutzkonzept der Stadt Moers – Teil 1.2
Energie, Gebäude und Mobilität – die größten Stellschrauben für die Zukunft
Im ersten Teil haben wir gesehen, warum das Klimaschutzkonzept entstanden ist und welche Ziele Moers bis 2040 verfolgt.
Jetzt wird es konkreter.
Denn das Konzept beschreibt nicht nur ein Ziel, sondern auch den Weg dorthin. Dafür wurden verschiedene Handlungsfelder entwickelt. Manche betreffen die Stadtverwaltung selbst, andere die gesamte Stadtgesellschaft.
Und eines wird schnell deutlich:
Fast alles hängt miteinander zusammen.
Ein gut gedämmtes Haus braucht weniger Energie. Weniger Energie bedeutet weniger Emissionen. Wird diese Energie dann noch aus erneuerbaren Quellen erzeugt, verbessert sich die Klimabilanz gleich doppelt.
Genau dieses Zusammenspiel zieht sich durch das gesamte Konzept.
⚡ Energieversorgung – Strom allein reicht nicht
Viele denken beim Thema Energiewende zuerst an Photovoltaik oder Windräder.
Im Klimaschutzkonzept geht es jedoch um deutlich mehr.
Die zentrale Frage lautet:
Wie kann Moers künftig möglichst unabhängig von fossilen Energieträgern werden und trotzdem jederzeit sicher mit Energie versorgt sein? (vgl. Kapitel 11.4)
Dabei wird die Energieversorgung als Gesamtsystem betrachtet.
Nicht nur Strom.
Sondern auch Wärme, Speicherung, Verteilung und Verbrauch.
Was bedeutet Sektorenkopplung?
Ein Begriff taucht dabei immer wieder auf:
Sektorenkopplung.
Klingt kompliziert.
Ist aber eigentlich ganz logisch.
Stellt euch vor, eine Solaranlage produziert mittags mehr Strom, als gerade gebraucht wird.
Früher wäre dieser Überschuss oft einfach ins Stromnetz eingespeist worden.
Heute gibt es andere Möglichkeiten.
Der Strom könnte beispielsweise
- eine Wärmepumpe betreiben
- ein E-Auto laden,
- einen Batteriespeicher laden,
- oder Wasserstoff erzeugen.
Das Klimaschutzkonzept beschreibt genau dieses Zusammenspiel als Sektorenkopplung.
Energie soll möglichst dort eingesetzt werden, wo sie gerade gebraucht wird – und möglichst ohne unnötige Verluste.
Dabei gilt ausdrücklich:
Direkter Verbrauch ist besser als Speichern, weil bei jeder Umwandlung Energie verloren geht (vgl. Kapitel 11.4).
Oder biberisch erklärt:
Wenn ich einen Baum direkt zum Damm bringe, ist das einfacher, als ihn erst flussabwärts treiben zu lassen und später wieder einzusammeln.
Versorgungssicherheit
Ein weiterer wichtiger Begriff ist die Versorgungssicherheit.
Das bedeutet:
Auch wenn Wind oder Sonne einmal weniger Energie liefern, soll Moers weiterhin zuverlässig versorgt werden.
Dafür nennt das Konzept verschiedene Bausteine:
- intelligente Stromnetze,
- Speichertechnologien,
- flexible Stromtarife,
- dezentrale Energieversorgung,
- bedarfsgerechten Import und Export erneuerbarer Energie.
Das Ziel lautet:
Regenerativ erzeugter Strom soll möglichst effizient und genau dann verbraucht werden, wenn er erzeugt wird (vgl. Kapitel 11.4).
🏠 Gebäude und Quartiere – hier steckt enormes Potenzial
Ein weiteres großes Kapitel beschäftigt sich mit den Gebäuden.
Warum?
Weil etwa 21 Prozent der Treibhausgasemissionen in Moers durch den Wärmebedarf von Wohn- und Nichtwohngebäuden entstehen (vgl. Kapitel 11.5.2.2).
Das ist ungefähr jeder fünfte ausgestoßene Kilogramm CO₂.
Deshalb setzt das Klimaschutzkonzept hier einen besonderen Schwerpunkt.
Sanieren statt verschwenden
Der wichtigste Ansatz lautet:
Bestehende Gebäude sollen energetisch modernisiert werden.
Dabei geht es nicht nur um neue Fenster.
Sondern beispielsweise auch um
- bessere Dämmung,
- moderne Heiztechnik,
- effizientere Gebäudetechnik,
- digitale Energiesteuerung,
- geringeren Wärmeverlust.
Das langfristige Ziel ist sehr ambitioniert.
Die jährliche Sanierungsquote soll auf 3,2 Prozent steigen.
Außerdem soll der durchschnittliche Wärmebedarf eines sanierten Gebäudes um rund 77 Prozent sinken (vgl. Kapitel 11.5.2.2).
Das zeigt:
Hier geht es nicht um kleine Verbesserungen.
Hier geht es um grundlegende Modernisierung.
Die kommunale Wärmeplanung
Ein weiterer Baustein ist die Kommunale Wärmeplanung.
Sie soll helfen zu entscheiden,
- wo Fernwärme sinnvoll ist,
- wo Wärmepumpen eingesetzt werden können,
- welche Quartiere gemeinsam versorgt werden können
- und welche Infrastruktur künftig benötigt wird.
Das Konzept betont dabei immer wieder:
Gebäudesanierung und Wärmeversorgung müssen gemeinsam gedacht werden.
Ein schlecht gedämmtes Haus benötigt selbst mit einer modernen Heizung unnötig viel Energie.
🌳 Quartiere statt Einzelhäuser
Besonders spannend ist der Blick auf ganze Stadtteile.
Das Konzept betrachtet nicht nur einzelne Gebäude.
Es fragt vielmehr:
Wie soll ein Quartier insgesamt funktionieren?
Dazu gehören beispielsweise
- Wohnen,
- Energieversorgung,
- Grünflächen,
- Mobilität,
- soziale Infrastruktur,
- Freizeitangebote
- und Aufenthaltsqualität.
Diese integrierte Betrachtung soll dazu beitragen, dass sich Klimaschutz und Lebensqualität gegenseitig ergänzen (vgl. Kapitel 11.5.2.1).
Neubauen – aber anders
Ganz ohne Neubauten wird eine Stadt vermutlich nicht auskommen.
Deshalb beschreibt das Konzept auch Anforderungen an zukünftige Gebäude.
Neubauten sollen möglichst
- treibhausgasneutral,
- ressourcenschonend,
- energieeffizient,
- flächensparend
- und kreislauffähig gebaut werden.
Besonders interessant ist dabei der Gedanke des Cradle-to-Cradle-Prinzips.
Baustoffe sollen möglichst so eingesetzt werden, dass sie später erneut verwendet werden können.
Abfall soll möglichst gar nicht erst entstehen (vgl. Kapitel 11.5.2.3).
🚲 Mobilität – der größte Brocken
Kein anderer Bereich verursacht in Moers so viele Treibhausgasemissionen wie der Verkehr.
Mit rund 41 Prozent steht die Mobilität an erster Stelle (vgl. Kapitel 11.6).
Deshalb nimmt sie im Klimaschutzkonzept besonders viel Raum ein.
Mehr als nur Autos
Mobilität bedeutet im Konzept nicht nur Pkw.
Betrachtet werden unter anderem
- Fußverkehr,
- Radverkehr,
- Busse,
- Schienenverkehr,
- Wirtschaftsverkehr,
- Lieferverkehre,
- Pendler,
- Güterverkehr.
Für jeden dieser Bereiche werden eigene Strategien entwickelt.
Erst vermeiden, dann verlagern, dann verbessern
Ein Grundgedanke zieht sich durch das gesamte Kapitel.
Die Reihenfolge lautet:
1. Verkehr vermeiden
Nicht jede Fahrt muss stattfinden.
Digitale Angebote, kurze Wege oder gute Stadtplanung können Wege reduzieren.
2. Verkehr verlagern
Wenn Wege notwendig sind, sollen sie möglichst
- zu Fuß,
- mit dem Fahrrad
- oder mit dem ÖPNV
zurückgelegt werden.
Deshalb nennt das Konzept unter anderem
- bessere Radwege,
- attraktivere Fußwege,
- Ausbau des ÖPNV,
- Mobilitätsstationen,
- barrierearme Angebote
- und bessere Verknüpfungen verschiedener Verkehrsmittel.
3. Verbleibende Fahrten klimafreundlicher machen
Wo Autos weiterhin notwendig sind,
sollen sie möglichst
- elektrisch,
- effizient
- oder mit klimafreundlicheren Antrieben
unterwegs sein (vgl. Kapitel 11.6.2.4).
🚉 Multi- und Intermodalität – Von A nach B
Ein weiteres interessantes Thema ist die sogenannte Multi- und Intermodalität (vgl. Kapitel 11.6.2.5).
Keine Sorge - auch das klingt komplizierter als es ist.
Multimodal bedeutet:
Ich nutze je nach Strecke unterschiedliche Verkehrsmittel.
Mal das Fahrrad.
Mal den Bus.
Mal laufe ich.
Intermodal bedeutet:
Ich kombiniere verschiedene Verkehrsmittel auf einer einzigen Strecke.
Zum Beispiel:
🚶 zu Fuß zur Bushaltestelle
🚌 mit dem Bus zum Bahnhof
🚲 anschließend mit dem Leihrad weiter.
Damit das funktioniert, braucht es gute Anschlüsse, verständliche Tarife und passende Infrastruktur.
Die Stadt kann nicht alles allein entscheiden
Ein Punkt wird im Mobilitätskapitel mehrfach betont.
Die Stadt Moers besitzt nicht für alle Bereiche die Zuständigkeit.
Viele Entscheidungen liegen
- beim Kreis Wesel,
- beim Land Nordrhein-Westfalen,
- beim Bund
- bei Verkehrsunternehmen
- oder bei jedem einzelnen Verkehrsteilnehmer.
Gerade deshalb setzt das Konzept stark auf Zusammenarbeit mit anderen Kommunen und regionalen Partnern (vgl. Kapitel 11.6).
🦫 Bepos Einordnung
Beim Lesen dieses Abschnitts hatte ich ständig denselben Gedanken.
Viele Diskussionen konzentrieren sich auf einzelne Themen.
Mal geht es um Radwege.
Dann um Parkplätze.
Oder um Wärmepumpen.
Das Klimaschutzkonzept versucht dagegen, alles miteinander zu verbinden.
Denn eine moderne Stadt besteht nicht aus einzelnen Projekten.
Sie besteht aus vielen Zahnrädern, die ineinandergreifen.
Wenn Gebäude weniger Energie verbrauchen, muss weniger Energie erzeugt werden.
Wenn Energie lokal erzeugt wird, steigt die Versorgungssicherheit.
Wenn Wege kürzer werden, sinkt der Verkehr.
Und wenn verschiedene Verkehrsmittel gut zusammenarbeiten, entstehen neue Möglichkeiten.
Ob alle vorgeschlagenen Maßnahmen später umgesetzt werden, wird die Politik entscheiden müssen.
Aber eines zeigt dieser Teil des Klimaschutzkonzeptes sehr deutlich:
Die eigentliche Herausforderung besteht nicht darin, eine einzelne Maßnahme umzusetzen – sondern viele Bereiche gleichzeitig sinnvoll miteinander zu verbinden.
Im nächsten Teil schauen wir uns an, welche Rolle Wirtschaft, Bildung, gesellschaftliche Veränderungen, Klimaanpassung und die Kosten der gesamten Transformation spielen.
🦫 Euer Bepo
(Chef vom Damm, Freund verständlicher Verwaltungssprache und der festen Überzeugung, dass man große Pläne am besten Stück für Stück erklärt.)
🦫 Bezahlung der Woche: Ich arbeite heute ausschließlich gegen Fachbegriffe ohne Übersetzung und für Klimaschutz, den auch normale Menschen verstehen.

🦫 Bepo erklärt das Klimaschutzkonzept der Stadt Moers – Teil 1
Vom großen Plan bis zur Frage: Warum betrifft das eigentlich uns alle?
Hallo, hier ist wieder Bepo. 🦫
In den letzten Wochen wurde viel über das neue Klimaschutzkonzept der Stadt Moers gesprochen. Über 300 Seiten voller Zahlen, Strategien und Maßnahmen – da kann man schnell den Überblick verlieren.
Also habe ich mich durch den ganzen Wälzer gearbeitet. Zugegeben: Als Biber lese ich normalerweise lieber Holzmaserungen als Verwaltungstexte. Aber wenn es um die Zukunft unserer Stadt geht, lohnt sich der Blick.
In diesem Artikel möchte ich euch erklären, was im Klimaschutzkonzept steht, warum es erstellt wurde und welche Ziele Moers bis 2040 erreichen möchte. Nicht mit komplizierter Fachsprache, sondern so, dass man es auch ohne Ingenieurstudium versteht.
Los geht's.
Warum braucht Moers überhaupt ein Klimaschutzkonzept?
Ein Klimaschutzkonzept ist kein Gesetz und auch kein Bauplan, der morgen umgesetzt wird.
Es ist vielmehr ein strategischer Fahrplan. Die Stadt beschreibt darin,
- wo sie heute steht,
- welche Probleme sie sieht,
- welche Ziele sie erreichen möchte
- und welche Maßnahmen dafür notwendig wären.
Dabei geht es nicht nur um den Schutz des Klimas.
Das Konzept beschäftigt sich ebenso mit Themen wie
- Energieversorgung,
- Wohnen,
- Verkehr,
- Wirtschaft,
- Landwirtschaft,
- Bildung,
- Stadtentwicklung
- und der Frage, wie sich Moers an die Folgen des Klimawandels anpassen kann.
Das Ziel ist dabei ausgesprochen ambitioniert:
Moers soll bis zum Jahr 2040 bilanziell treibhausgasneutral werden.
Für die Stadtverwaltung selbst soll dieses Ziel bereits 2035 erreicht werden (vgl. Kapitel 11).
Was bedeutet eigentlich "treibhausgasneutral"?
Das Wort klingt kompliziert, beschreibt aber einen einfachen Gedanken.
Heute entstehen in einer Stadt Treibhausgase beispielsweise durch
- Heizungen,
- Autos,
- Industrie,
- Stromverbrauch,
- Landwirtschaft
- oder Gebäude.
Das Ziel besteht darin, diese Emissionen Schritt für Schritt so weit wie möglich zu reduzieren.
Emissionen, die sich technisch nicht vermeiden lassen, sollen erst ganz am Ende durch natürliche oder technische Speicher ausgeglichen werden. Das Konzept betont dabei ausdrücklich:
Vermeidung hat immer Vorrang vor Kompensation.
Erst wenn Emissionen tatsächlich nicht mehr verhindert werden können, kommen Ausgleichsmaßnahmen oder hochwertige Zertifikate infrage (vgl. Kapitel 11.9).
Wie ist das Klimaschutzkonzept entstanden?
Das Konzept wurde nicht einfach hinter verschlossenen Türen geschrieben.
Nach Angaben der Stadt wurden
- Verwaltung,
- Politik,
- Unternehmen,
- Fachleute,
- Institutionen
- sowie Bürgerinnen und Bürger
in unterschiedlichen Formaten beteiligt.
Die verschiedenen Ideen und Einschätzungen flossen anschließend in das Gesamtkonzept ein.
Dabei versteht sich das Klimaschutzkonzept ausdrücklich nicht als fertige Lösung, sondern als langfristiger Entwicklungsprozess.
Viele Maßnahmen müssen später noch politisch beschlossen, finanziert und konkret geplant werden.
Wo steht Moers heute?
Bevor man entscheiden kann, wohin eine Stadt möchte, muss man wissen, wo sie überhaupt steht.
Deshalb beginnt das Klimaschutzkonzept mit einer umfangreichen Analyse der heutigen Situation.
Dabei wurde untersucht,
- wo Energie verbraucht wird,
- wodurch Treibhausgase entstehen,
- welche Potenziale bereits vorhanden sind
- und welche Bereiche besonders große Veränderungen benötigen.
Erst auf dieser Grundlage wurden anschließend die verschiedenen Zukunftsszenarien entwickelt.
Ein Blick auf die Treibhausgasbilanz
Besonders spannend ist die Frage:
Wo entstehen die meisten Emissionen überhaupt?
Die Antwort überrascht viele.
Den größten Anteil verursacht der Bereich Mobilität.
Rund 41 Prozent aller Treibhausgasemissionen in Moers entfallen auf den Verkehr (vgl. Kapitel 11.6).
Dazu gehören unter anderem
- der Autoverkehr,
- Lieferverkehre,
- Pendler,
- Busse,
- Güterverkehr
- sowie der Durchgangsverkehr.
Gerade letzterer ist für Moers eine besondere Herausforderung.
Durch die Stadt beziehungsweise ihr Umfeld verlaufen mit der A40, A42 und A57 mehrere bedeutende Autobahnen.
Das Klimaschutzkonzept weist deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Stadt auf einen großen Teil dieser Emissionen nur begrenzten Einfluss hat. Viele Entscheidungen liegen beim Kreis Wesel, beim Land Nordrhein-Westfalen oder beim Bund (vgl. Kapitel 6.4).
Rund 30 Prozent der Emissionen entstehen durch die Beheizung, Warmwasserversorgung und die Stromversorgung der Gebäude.
Dabei geht es nur um die privaten Haushalte (vg. Kapital 6.4).
Gerade ältere Gebäude besitzen häufig einen hohen Energieverbrauch und gelten deshalb als wichtiger Ansatzpunkt für den Klimaschutz.
Der zweitgrößte Bereich ist die Wirtschaft.
Etwa 21 Prozent der Emissionen entstehen in
- Industrie,
- Gewerbe,
- Handel
- und Dienstleistungen (vgl. Kapitel 11.7).
Hier spielen sowohl Produktionsprozesse als auch Gebäude und Energieverbrauch eine wichtige Rolle.
Die Gebäude der Stadtverwaltung selbst verursachen dagegen nur rund 1,6 Prozent der gesamten Emissionen.
Trotzdem widmet das Konzept ihnen ein eigenes Kapitel.
Warum?
Weil die Stadt hier direkt handeln kann.
Die Verwaltung soll Vorbild sein und zeigen, dass Klimaschutz praktisch umgesetzt werden kann (vgl. Kapitel 11.5.1).
Zwei mögliche Zukunftsszenarien
Besonders interessant ist, dass das Klimaschutzkonzept nicht einfach nur Ziele formuliert.
Es vergleicht zwei unterschiedliche Entwicklungen.
Das Trendszenario
Hier passiert im Grunde nur das, was ohnehin bereits beschlossen oder gesetzlich vorgeschrieben ist.
Alte Heizungen werden nach 30 Jahren ausgetauscht.
Autos werden nach und nach modernisiert.
Gebäude werden gelegentlich ohne strenge Vorgaben saniert.
Es gibt Fortschritte.
Aber das Trendszenario reichen nach Einschätzung des Konzeptes nicht aus, um die Pariser Klimaziele zu erreichen.
Das Zielszenario
Im zweiten Szenario wird deutlich konsequenter gehandelt.
Nahezu alle Bereiche der Stadt entwickeln sich gleichzeitig weiter.
Dazu gehören unter anderem
- Energieversorgung (PV-Anlagen auf Dächern und Freiflächen),
- Gebäude (hohe Sanierungsanforderungen KfW40),
- Mobilität (mehr Verlagerung auf Fußgänger, Radverkehr, ÖPNV, aber auch E-Mobilität)
- Wirtschaft,
- Bildung,
- Stadtentwicklung,
- Klimaanpassung
- und gesellschaftliches Verhalten.
Nur wenn alle diese Bereiche gemeinsam betrachtet werden, hält das Konzept eine bilanzielle Treibhausgasneutralität bis 2040 für erreichbar.
Dabei wird immer wieder ein Gedanke deutlich:
Es gibt keine einzelne Maßnahme, die alle Probleme löst. Nur wenn Stadt, Wirtschaft und Bürgerschaft sich gemeinsam, diesem Ziel verschreiben, kann die Klimaneutralität erreicht werden.
Viele kleine und große Veränderungen sollen/müssen zusammenwirken.
Klimaschutz bedeutet mehr als nur CO₂ sparen
Ein interessanter Punkt zieht sich durch das gesamte Konzept.
Es geht nicht ausschließlich um den Klimaschutz.
Viele Maßnahmen sollen gleichzeitig
- die Lebensqualität verbessern,
- Energiekosten senken,
- unabhängiger von fossilen Energieträgern machen,
- die Versorgungssicherheit erhöhen,
- die regionale Wirtschaft stärken
- und die Stadt widerstandsfähiger gegen zukünftige Krisen machen.
Deshalb wird Klimaschutz im Konzept häufig gemeinsam mit Stadtentwicklung, Wirtschaft, Mobilität und sozialer Entwicklung betrachtet.
Bepos Einordnung
Beim Lesen ist mir eine Sache besonders aufgefallen.
Viele Diskussionen drehen sich oft um einzelne Maßnahmen.
Mal geht es um Fahrradwege.
Dann um Heizungen.
Oder um Photovoltaik.
Das Klimaschutzkonzept denkt deutlich größer.
Es versucht, alle Bereiche der Stadt miteinander zu verbinden.
Ob das später alles genauso umgesetzt wird, entscheidet nicht dieses Dokument.
Darüber beraten und entscheiden Politik, Verwaltung und am Ende oft auch die verfügbaren Haushaltsmittel.
Aber das Konzept beantwortet zunächst eine andere Frage:
Was müsste sich alles in Moers ändern, wenn die Gesamtstadt bis 2040 treibhausgasneutral werden möchte?
Und genau diese Reise beginnt jetzt.
Im nächsten Teil schauen wir uns an, welche Rolle Energieversorgung, Gebäude und Quartiere dabei spielen – und warum manche Maßnahmen weit mehr miteinander zu tun haben, als man auf den ersten Blick vermutet.
🦫 Euer Bepo
(Chef vom Damm, Freund verständlicher Verwaltungssprache und der festen Überzeugung, dass man große Pläne am besten Stück für Stück erklärt.)
🦫 Bezahlung der Woche: Ich arbeite heute ausschließlich gegen Fachbegriffe ohne Übersetzung und für Klimaschutz, den auch normale Menschen verstehen.

🦫 Bepo erklärt: Wer entscheidet eigentlich was in Moers?
Hallo zusammen,
hier ist wieder euer Bepo. 🦫
Neulich bin ich über einen Kommentar gestolpert:
„Warum macht die Bürgermeisterin da eigentlich nichts?“
Da musste ich kurz meine Biberohren spitzen.
Nicht, weil die Frage ungewöhnlich wäre – sondern weil sie unglaublich oft gestellt wird.
Und ehrlich gesagt kann ich das verstehen.
Von außen wirkt es häufig so, als könnte die Bürgermeisterin einfach entscheiden, was in Moers passiert.
💡 Eine neue Straßenlaterne.
🚲 Ein neuer Radweg.
🌳 Mehr Bäume.
🚧 Weniger Baustellen.
Aber genau so funktioniert Kommunalpolitik nicht.
Oder biberisch gesagt:
Wenn an meinem Damm etwas verändert werden soll, reicht es auch nicht, wenn ein einzelner Biber ruft: „So machen wir das jetzt!“ Erst müssen sich alle einigen, Material muss vorhanden sein und am Ende muss der Bau überhaupt möglich sein.
Mit einer Stadt ist das ganz ähnlich.
🏛️ Der Rat – hier werden die politischen Entscheidungen getroffen
Der Rat ist das wichtigste politische Gremium der Stadt.
Die Ratsmitglieder wurden von euch gewählt und entscheiden über die großen Fragen:
💶 den städtischen Haushalt
🏗️ größere Bauprojekte
📜 Satzungen
🌳 Bebauungspläne
🚲 wichtige Konzepte und Investitionen
Kurz gesagt:
👉 Der Rat entscheidet, welche Richtung Moers einschlagen soll.
👩💼 Die Bürgermeisterin – sie entscheidet nicht allein
Hier liegt wahrscheinlich das größte Missverständnis.
Viele glauben, die Bürgermeisterin könne einfach anordnen, was in Moers passiert.
Tatsächlich leitet sie die Stadtverwaltung, vertritt die Stadt nach außen und sorgt gemeinsam mit den Mitarbeitenden dafür, dass die Beschlüsse des Rates umgesetzt werden.
Die großen politischen Entscheidungen – etwa über den Haushalt, neue Baugebiete oder größere Investitionen – kann sie jedoch nicht allein treffen.
Dafür braucht es in aller Regel einen Beschluss des Rates.
Deshalb hört man im Rathaus häufig den Satz:
„Darüber muss der Rat entscheiden.“
Das ist keine Ausrede.
So funktioniert unsere kommunale Demokratie.
🏢 Die Verwaltung – hier beginnt die eigentliche Arbeit
Bevor überhaupt eine politische Entscheidung getroffen werden kann, ist oft schon viel passiert.
Die Verwaltung
📑 prüft Gesetze,
📊 berechnet Kosten,
📝 erstellt Vorlagen,
🔍 sammelt Informationen und
💬 entwickelt Lösungsvorschläge.
Erst danach beraten Ausschüsse und Rat.
Und nach einem Beschluss beginnt häufig erst die eigentliche Umsetzung.
Viele Projekte sind deshalb schon lange in Arbeit, bevor wir draußen überhaupt etwas davon sehen.
🗂️ Die Ausschüsse – die Werkstatt der Kommunalpolitik
Vielleicht habt ihr schon einmal Namen wie ASPU, Hauptausschuss oder Finanzausschuss gehört.
Dort werden viele Themen zunächst ausführlich beraten.
💬 Es wird diskutiert.
❓ Fragen werden gestellt.
✏️ Vorschläge geändert.
📌 Empfehlungen ausgesprochen.
Erst anschließend entscheidet meist der Rat.
Deshalb entstehen viele politische Entscheidungen Schritt für Schritt.
💡 Und was macht eigentlich die ENNI?
Auch hier gibt es häufig Missverständnisse.
Die ENNI ist kein politisches Gremium.
Sie übernimmt im Auftrag der Stadt viele praktische Aufgaben.
Zum Beispiel:
🚛 Müllabfuhr
💡 Straßenbeleuchtung
🌳 Grünpflege
❄️ Winterdienst
🛣️ Teile der Straßenunterhaltung
⚽ Sport- und Freizeiteinrichtungen
Die ENNI entscheidet aber in der Regel nicht selbst, ob neue Straßenlaternen aufgestellt oder größere Maßnahmen umgesetzt werden.
Diese Entscheidungen werden zuvor politisch getroffen.
Die ENNI sorgt anschließend dafür, dass sie technisch umgesetzt werden.
🌿 Und die LINEG?
Vielleicht erinnert ihr euch an meine Tour mit der LINEG oder an die Entschlammung im Schlosspark.
Auch dort wird oft gefragt:
„Warum machen die das?“
Die LINEG kümmert sich vor allem um
💧 Gewässer,
🌊 Hochwasserschutz und
🚰 die Entwässerung unserer Region.
Viele Maßnahmen werden lange geplant und abgestimmt, bevor draußen überhaupt ein Entschlammungsboot oder ein Bagger zu sehen ist.
🚔 Und manchmal ist die Stadt gar nicht zuständig
Das kommt häufiger vor, als man denkt.
Nicht jede Straße gehört der Stadt.
Nicht jede Ampel.
Nicht jede Brücke.
Je nach Thema können auch
🚔 die Polizei,
🛣️ Straßen.NRW,
🏢 der Kreis Wesel
oder andere Behörden zuständig sein.
Deshalb lautet die Antwort auf die Frage:
„Warum macht die Stadt denn nichts?“
manchmal ganz einfach:
👉 Weil die Entscheidung an anderer Stelle getroffen wird.
🦫 Bepos Fazit
Je mehr ich mich mit Moers beschäftige, desto klarer wird mir:
Eine Stadt ist kein Unternehmen, in dem eine Person alles entscheidet.
Sie funktioniert nur, weil viele Menschen und Institutionen zusammenarbeiten.
🏛️ Der Rat entscheidet.
👩💼 Die Bürgermeisterin leitet die Verwaltung.
🏢 Die Verwaltung bereitet Entscheidungen vor und setzt sie um.
💡 Kommunale Unternehmen wie die ENNI übernehmen viele praktische Aufgaben.
🌿 Andere Einrichtungen wie die LINEG kümmern sich um ihre eigenen Aufgabenbereiche.
Und manchmal sind sogar ganz andere Behörden zuständig.
Deshalb lohnt es sich, nicht nur zu fragen:
„Warum passiert das nicht?“
Sondern auch:
„Wer kann darüber eigentlich entscheiden?“
Denn genau dort beginnt für mich Bürgerbeteiligung.
Nicht erst bei einer Abstimmung.
Sondern schon dann, wenn wir verstehen, wie unsere Stadt funktioniert.
Euer Bepo 🦫
🦫 Bezahlung der Woche
Diese Woche arbeite ich für weniger Zuständigkeits-Wirrwarr, mehr verständliche Kommunalpolitik und dafür, dass gute Ideen den richtigen Weg durch das Rathaus finden.

Bild wurde mithilfe von KI erstellt.
🦫 Bepo und das Informationsfreiheitsgesetz – oder: Darf ich der Stadt eigentlich Fragen stellen?
Hallo zusammen, hier ist wieder euer Bepo. 🦫
Neulich saß ich an meinem Damm und habe überlegt:
Wenn in Moers irgendwo gebaut wird, ein Gutachten erstellt wurde oder eine Entscheidung getroffen wird, hört man ziemlich schnell Sätze wie:
- „Warum hat die Stadt das so entschieden?“
- „Wer hat das eigentlich beschlossen?“
- „Das Gutachten würde ich ja gerne mal lesen.“
Und da dachte ich mir:
Moment mal … darf man Behörden solche Fragen überhaupt stellen?
Die Antwort lautet:
👉 Ja – zumindest grundsätzlich.
Und genau dafür gibt es das Informationsfreiheitsgesetz, kurz IFG.
Der Name klingt ehrlich gesagt ein bisschen so, als hätte ihn sich eine Arbeitsgruppe kurz vor Feierabend ausgedacht.
Die Idee dahinter ist aber eigentlich ganz einfach:
Behörden arbeiten für die Öffentlichkeit. Deshalb sollen Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich nachvollziehen können, wie Entscheidungen entstehen.
Das bedeutet:
Ihr könnt Informationen anfragen, die einer Behörde bereits vorliegen.
Zum Beispiel:
📄 Gutachten
📊 Statistiken
📑 Verträge
🗂️ Verwaltungsvorgänge
📚 oder andere amtliche Unterlagen.
Und jetzt kommt etwas, das viele gar nicht wissen:
👉 Dafür muss man in der Regel kein besonderes Interesse nachweisen.
Man muss also nicht persönlich betroffen sein. Das Gesetz soll Transparenz schaffen und Verwaltung nachvollziehbarer machen.
Natürlich heißt das nicht, dass jede Akte automatisch auf dem Küchentisch landet.
Auch das Informationsfreiheitsgesetz kennt Grenzen.
Persönliche Daten bleiben geschützt.
Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse ebenfalls.
Und auch Informationen, die laufende Verfahren oder Sicherheitsinteressen beeinträchtigen würden, dürfen zurückgehalten werden.
Oder biberisch gesagt:
Ich zeige euch gerne meinen Damm.
Aber wo ich meine Wintervorräte versteckt habe, verrate ich natürlich nicht jedem vorbeischwimmenden Erpel.
Beim Weiterlesen bin ich dann über etwas gestolpert, das in den letzten Wochen immer wieder durch die Nachrichten ging.
Auf Bundesebene wird darüber diskutiert, das Informationsfreiheitsgesetz des Bundes grundlegend zu verändern oder sogar abzuschaffen und durch andere Regelungen zu ersetzen.
Warum sorgt das für Diskussionen?
Weil viele Journalistinnen und Journalisten, Wissenschaftler, Vereine und auch Bürger das Bundes-IFG nutzen, um Informationen von Bundesbehörden zu erhalten.
Kritiker befürchten, dass ein Wegfall oder eine deutliche Einschränkung dazu führen könnte, dass Informationen künftig schwerer zugänglich werden und staatliches Handeln weniger transparent wird.
Da habe ich mich natürlich gefragt:
👉 Gilt das dann eigentlich auch für Moers?
Die Antwort lautet:
Nein – jedenfalls nicht unmittelbar.
Denn hier wird es ein bisschen juristisch.
Für Bundesministerien und Bundesbehörden gilt das Informationsfreiheitsgesetz des Bundes.
Für Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen – also auch für Moers – gilt dagegen das Informationsfreiheitsgesetz Nordrhein-Westfalen (IFG NRW).
Wenn ihr also Informationen von der Stadt Moers anfragen möchtet, etwa zu Gutachten, Planungen oder Verwaltungsvorgängen, stützt sich dieser Anspruch in der Regel auf das IFG NRW.
Selbst wenn das Bundesgesetz geändert oder aufgehoben werden sollte, würde das nicht automatisch für Nordrhein-Westfalen gelten.
Dafür müsste der Landtag das Landesgesetz gesondert ändern.
Ganz ohne Bedeutung wäre eine Reform auf Bundesebene aber trotzdem nicht.
Sie könnte ein politisches Signal sein und die Diskussion über Transparenz auch in den Ländern beeinflussen.
An euren derzeitigen Rechten gegenüber der Stadt Moers würde sich dadurch zunächst jedoch nichts ändern.
Oder biberisch gesagt:
🪵 Nur weil der Nachbar seinen Damm umbaut, fließt mein Bach noch lange nicht in eine andere Richtung.
Warum erzähle ich euch das alles?
Weil Beteiligung manchmal mit einer ganz einfachen Frage beginnt.
Nicht mit einer Demonstration.
Nicht mit einem langen Leserbrief.
Sondern mit einem ehrlichen:
„Könnt ihr mir erklären, wie diese Entscheidung entstanden ist?“
Ich glaube nämlich, dass Vertrauen dort wächst, wo Entscheidungen nachvollziehbar werden.
Nicht jede Entscheidung wird dadurch automatisch besser.
Aber sie wird verständlicher.
Und das ist oft schon ein ziemlich großer Schritt.
Oder wie wir Biber sagen:
🪵 Ein guter Damm hält nicht deshalb, weil niemand hineinschauen darf.
Er hält, weil er ordentlich gebaut wurde.
Und wenn jemand fragt, warum der Ast genau dort liegt, erkläre ich ihm das lieber, als ihn ratlos am Ufer stehen zu lassen.
Euer Bepo 🦫
(offiziell Maskottchen, inoffiziell inzwischen Fachbiber für verständliche Verwaltung und alles, was auf den ersten Blick komplizierter aussieht, als es eigentlich ist.)
🦫
Bezahlung der Woche:
Diese Woche nehme ich als Lohn ausschließlich:
🪵 einen trockenen Ast,
📄 ein verständlich geschriebenes Dokument
und Menschen, die lieber nachfragen als nur zu vermuten.

🦫 Bepo und die Post aus dem Rathaus
Hallo zusammen, hier ist wieder euer Bepo 🦫
Neulich lag plötzlich eine Nachricht in meinem Postfach.
Also nicht zwischen Rechnungen und Werbung für besonders günstige Weidenzweige.
Sondern eine richtige Neuigkeit aus dem Rathaus.
Die Fachstelle für Demokratie ist wieder besetzt.
Und ich dachte zuerst:
„Schön … aber was macht eine Fachstelle für Demokratie eigentlich?“
Ganz ehrlich?
Den Begriff hatte ich zwar schon einmal gehört.
Aber so richtig erklären konnte ich ihn mir auch nicht.
Also habe ich angefangen zu lesen.
Und dabei habe ich gemerkt:
Der Name klingt viel abstrakter, als die Aufgaben tatsächlich sind.
Viele denken bei Demokratie zuerst an Wahlen.
An Parteien.
Oder an den Stadtrat.
Aber Demokratie passiert auch zwischen den Wahlen.
Immer dann, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen.
Wenn Vereine Projekte starten.
Wenn Kinder und Jugendliche ihre Ideen einbringen.
Wenn Menschen Unterstützung suchen, weil sie Diskriminierung erlebt haben.
Oder wenn sich Initiativen für ein gutes Miteinander einsetzen.
Genau dort arbeitet die Fachstelle.
Sie organisiert nicht die Politik.
Sie entscheidet auch keine Ratsbeschlüsse.
Aber sie unterstützt Projekte, begleitet Netzwerke, berät Vereine und Initiativen, entwickelt Beteiligungsangebote – insbesondere für Kinder und Jugendliche – und begleitet den Integrationsrat fachlich.
Außerdem kümmert sie sich um Themen wie Vielfalt, Demokratieförderung und Extremismusprävention.
Oder biberisch gesagt:
Sie baut keine Dämme.
Sie hilft mit, dass möglichst viele mitbauen können.
Ich musste dabei an unseren Verein denken.
Auch wir versuchen, kommunale Themen verständlicher zu machen, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und Beteiligung greifbarer werden zu lassen.
Natürlich mit einer ganz anderen Aufgabe.
Aber irgendwie verfolgen wir dieselbe Idee:
Demokratie funktioniert besser, wenn Menschen verstehen, wie sie funktioniert.
Deshalb freuen wir uns, dass diese Stelle wieder besetzt ist, und wünschen Giulia Di Fiore einen guten Start in Moers.
Ich bin jedenfalls gespannt, welche Projekte und Ideen wir in Zukunft noch kennenlernen werden.
Und wer weiß …
Vielleicht landet ja irgendwann wieder so eine spannende Nachricht in meinem Postfach.
Ihr kennt mich ja inzwischen.
Neugierig bin ich sowieso.
Euer Bepo 🦫
(offiziell Maskottchen, inoffiziell Leser kommunaler Post)
🦫 Bezahlung der Woche:
Diese Woche arbeite ich ausschließlich für:
👉 spannende Post aus dem Rathaus,
👉 Menschen, die Demokratie im Alltag stärken,
👉 und Postfächer, in denen nicht nur Rechnungen liegen.

🦫 Bepo auf Streife – und der Mängelmelder im Härtetest
Hallo, hier ist wieder Bepo 🦫 – Chef, Bauleiter und zuständig für die Qualitätskontrolle im Revier.
Neulich war ich mal wieder auf Kontrollgang. Ein Biber kann schließlich nicht den ganzen Tag nur an großen Gedanken zur Demokratie nagen.
Dabei sind mir gleich mehrere Dinge aufgefallen:
- Ein schiefer Abtastknopf an einer Ampel.
- Ein abgesenkter Gully.
- Ein Haufen wilder Müll.
- Und eine einsame Bake, die offenbar beschlossen hatte, dauerhaft im Straßenbild wohnen zu bleiben.
Nun könnte man natürlich daran vorbeigehen und denken: „Da müsste mal jemand was machen.“
Oder man nutzt den Mängelmelder.
Gesagt, getan.
Und jetzt kommt der Teil, der mich tatsächlich überrascht hat:
Die Leute hinter dem Mängelmelder arbeiten richtig schnell.
Der wilde Müll verschwand.
Die vergessene Bake bekam offenbar wieder eine Aufgabe oder einen neuen Standort.
Und auch beim Gully wurde reagiert.
Ganz ehrlich: Das fand ich bemerkenswert.
Wir reden oft darüber, wie Bürger sich einbringen können. Dabei denken viele sofort an große Projekte, lange Sitzungen oder komplizierte Beteiligungsverfahren.
Aber manchmal beginnt Beteiligung viel einfacher.
Jemand sieht etwas.
Jemand meldet es.
Jemand kümmert sich darum.
Fertig.
Nicht spektakulär. Aber wirksam.
Und genau so entsteht eine Stadt, die funktioniert.
Natürlich kann die Verwaltung nicht überall gleichzeitig sein. Dafür ist eine Stadt zu groß und der Alltag zu vielfältig. Aber wenn viele Augen aufmerksam sind und Hinweise weitergeben, dann werden aus kleinen Problemen keine großen.
Aus meiner Biberperspektive ist das wie beim Damm:
Wenn ein Ast verrutscht, wartet man nicht, bis das Wasser durchkommt. Man kümmert sich darum, solange es noch einfach ist.
Deshalb heute einfach mal ein Lob an die Menschen hinter dem Mängelmelder, an die die auch die Mängel melden.
Und gleichzeitig eine Ermunterung an alle:
Wenn euch etwas auffällt, meldet es.
Nicht meckern.
Nicht vorbeigehen.
Melden.
Denn manchmal reicht ein kleiner Hinweis, damit etwas besser wird.
🦫 Euer Bepo
(auf Streife für sichere Wege, ordentliche Baustellen und eine möglichst bakenfreie Wildnis)
🦫
Bezahlung der Woche:
Diese Woche arbeite ich gegen einen funktionierenden Mängelmelder, drei aufmerksame Bürger und das gute Gefühl, dass nicht jeder denkt: „Da müsste mal jemand ...“


🦫 Bepo und die Leute, die sich um unsere Gewässer kümmern
Hallo zusammen, hier ist wieder euer Bepo 🦫
Neulich war ich mal wieder unterwegs.
Nicht auf der Suche nach besonders geeignetem Dammholz.
Und auch nicht, um heimlich die Enten im Schlosspark zu zählen.
Nein, diesmal habe ich mich aufs Fahrrad geschwungen und bin bei der Tour de LINEG mitgeradelt.
Und dabei habe ich etwas festgestellt:
Erstaunlich viele Menschen kennen die LINEG zwar vom Namen her – aber was sie eigentlich macht, wissen die wenigsten.
Ganz ehrlich? Mir ging es früher ähnlich.
Oder biberisch gesagt:
Man freut sich über einen schönen Teich, ohne sich groß Gedanken darüber zu machen, wer sich eigentlich darum kümmert.
Dabei sind Gewässer, Gräben und Seen deutlich mehr als nur hübsche Orte für Spaziergänge oder Entenfamilien. Sie gehören zu einem ziemlich großen System, das gepflegt, überwacht und manchmal auch repariert werden muss.
Und genau dafür gibt es die LINEG.
Die Linksniederrheinische Entwässerungs-Genossenschaft kümmert sich seit über hundert Jahren darum, dass Wasser am linken Niederrhein dort ankommt, wo es hingehört – und möglichst nicht dort, wo es niemand haben möchte.
Oder wie wir Biber sagen:
Zu viel Wasser an der falschen Stelle macht selbst den schönsten Damm nervös.
In den vergangenen Jahren spielt dabei auch die Renaturierung von Gewässern eine immer größere Rolle. Denn manchmal ist es besser, der Natur wieder etwas mehr Raum zu geben, anstatt alles möglichst gerade und geschniegelt aussehen zu lassen.
Und genau deshalb wird aktuell auch im Schloss- und Freizeitpark gearbeitet.
Vielleicht habt ihr es schon bemerkt.
Vor der Museumsinsel kann man nämlich derzeit viele kleine Blubberblasen sehen.
Als ich das zum ersten Mal gesehen habe, war ich zugegeben etwas verwirrt.
Normalerweise bedeutet Blubbern im Wasser, dass irgendwo ein besonders motivierter Biberkollege am Werk ist.
Diesmal steckt aber etwas ganz anderes dahinter.
Durch die Belüftung wird Sauerstoff ins Gewässer eingebracht. Das unterstützt natürliche Prozesse und hilft dabei, den Schlamm nach und nach abzubauen und die Wasserqualität zu verbessern.
Das eigentliche Entschlammungsboot wird übrigens erst im September wieder zum Einsatz kommen.
Damit diese Arbeiten überhaupt möglich sind, wurden die Fische zuvor umgesiedelt. Auch das gehört dazu, wenn man ein Gewässer nicht nur technisch betrachtet, sondern gleichzeitig die Tierwelt im Blick behalten möchte.
Und ich muss sagen:
Es hat schon etwas Beruhigendes, auf der Museumsinsel zu stehen und diesen Blubberblasen bei der Arbeit zuzusehen.
Oder wie wir Biber sagen:
Nicht jede Baustelle macht Lärm.
Manche arbeiten ganz leise vor sich hin.
Was mir bei der Tour de LINEG besonders gefallen hat, war aber noch etwas anderes.
Man merkt erst unterwegs, wie viele Dinge im Hintergrund passieren, die man im Alltag kaum wahrnimmt.
- Pumpwerke.
- Gräben.
- Gewässer.
- Naturschutz.
- Hochwasserschutz.
Und immer wieder die Frage, wie man Technik und Natur miteinander in Einklang bringen kann.
Ganz schön viele Aufgaben für eine Organisation, die viele wahrscheinlich nur mit ein paar Gräben verbinden.
Und irgendwie hat mich das an etwas erinnert:
Vieles, was gut funktioniert, fällt uns oft erst dann auf, wenn es plötzlich nicht mehr funktioniert.
Und vielleicht gilt das auch für unsere Gewässer.
Denn auch junge Pflanzen, gesunde Seen und stabile Dämme entstehen selten über Nacht.
Wachstum braucht Zeit.
Und manchmal sieht man erst Jahre später, warum sich die Mühe gelohnt hat.
Euer Bepo 🦫
(offiziell Maskottchen, inoffiziell wasserbaulicher Beobachtungsbiber auf zwei Rädern)
🦫 Bezahlung der Woche:
Diese Woche arbeite ich ausschließlich für:
👉 Blubberblasen mit ernsthaftem Auftrag,
👉 Fische mit sicherem Umzugsservice,
👉 und Menschen, die sich um Dinge kümmern, die man oft erst bemerkt, wenn sie fehlen.

🦫 Bepo und die Sache mit der ENNI
Hallo zusammen, hier ist wieder euer Bepo 🦫
In letzter Zeit bin ich mal wieder auf Spurensuche gegangen. Nicht zwischen Bäumen und auch nicht am Schlossgraben auf der Suche nach besonders geeignetem Dammbaumaterial. Nein, diesmal habe ich mich durch den Mängelmelder geknabbert.
Und dabei ist mir etwas aufgefallen.
Manche Themen tauchen dort immer wieder auf. Wirklich immer wieder.
Mal geht es um Schlaglöcher, mal um defekte Straßenlaternen, mal um überwucherte Gehwege oder um Gullys, die nach einem kräftigen Regenschauer plötzlich lieber ein kleines Schwimmbad sein möchten. Je länger ich mir die Meldungen angesehen habe, desto öfter dachte ich mir:
„Moment mal … manche Stellen kenne ich doch schon.“
Oder biberisch gesagt:
Wenn dieselben Äste jedes Jahr wieder aus dem Damm rutschen, sollte man vielleicht nicht nur den Ast betrachten, sondern auch die Stelle, an der er immer wieder locker wird.
Was mich dabei besonders überrascht hat: Die meisten Meldungen drehen sich gar nicht um große politische Streitfragen. Die Menschen melden ganz alltägliche Dinge. Dinge, die ihnen auf dem Weg zur Arbeit, beim Spaziergang oder beim Einkaufen begegnen.
Eine kaputte Laterne.
Ein Schlagloch.
Eine Hecke, die inzwischen mehr vom Gehweg benutzt als die Fußgänger.
Oder einen Gully, der beschlossen hat, ab sofort als Teich zu arbeiten.
Und genau an dieser Stelle taucht ein Name besonders häufig auf: die ENNI.
Eigentlich ist das gar nicht so überraschend. Denn die ENNI Stadt & Service kümmert sich in Moers um erstaunlich viele Bereiche gleichzeitig. Straßen, Beleuchtung, Grünflächen, Abwasser, Müll, Friedhöfe, Sportanlagen und noch einiges mehr.
Kurz gesagt:
Wenn irgendwo in Moers etwas repariert, gepflegt oder instand gehalten werden muss, stehen die Chancen ziemlich gut, dass irgendwo auch ein Fahrzeug mit ENNI-Aufschrift unterwegs ist.
Beim Blick in die Meldungen ist mir aber noch etwas anderes aufgefallen.
Nicht alle Probleme bleiben gleich lange bestehen.
Wilder Müll, verstopfte Gullys oder Ampelstörungen werden häufig vergleichsweise schnell bearbeitet. Das sind meist klar abgegrenzte Aufgaben. Da fährt jemand raus, erledigt die Sache und der Vorgang ist abgeschlossen.
Ganz anders sieht es dagegen bei den Themen aus, die vielen Menschen seit Jahren regelmäßig auf die Nerven gehen.
- Straßenschäden
- Schlaglöcher
- Defekte Beleuchtung
- oder die Grünpflege
Einige Stellen tauchen im Mängelmelder immer wieder auf. Teilweise über mehrere Jahre hinweg. Und manche Vorgänge verbringen erstaunlich viel Zeit im Status „In Bearbeitung“.
Da wird selbst ein geduldiger Biber irgendwann neugierig.
Heißt das jetzt, dass immer alles perfekt läuft?
Ganz bestimmt nicht.
Und ehrlich gesagt wäre ich als Biber ziemlich misstrauisch, wenn mir jemand erzählen würde, dass bei einem so großen Laden immer alles reibungslos funktioniert.
Und wenn sich dieselben Probleme über Jahre wiederholen, darf man das natürlich ansprechen. Genau dafür gibt es den Mängelmelder schließlich. Nicht, damit Menschen einfach nur Dampf ablassen können, sondern damit Probleme sichtbar und gelöst werden.
Denn wenn dieselben Themen immer wieder auftauchen, lohnt sich vielleicht auch die Frage, warum das so ist.
Liegt es am Geld?
An fehlendem Personal?
An Prioritäten?
Oder sind manche Aufgaben schlicht dauerhaft schwieriger als andere?
Spannend fand ich außerdem, dass viele Menschen jede Baustelle, jede Laterne und jedes Schlagloch automatisch mit der ENNI verbinden. Dabei entscheidet die ENNI gar nicht über alles selbst. Vieles geschieht im Auftrag der Stadt, manches ist gesetzlich geregelt und manches muss erst politisch beschlossen und finanziert werden.
Oder wie wir Biber sagen:
Nur weil ich den Ast einbaue, heißt das noch lange nicht, dass ich entschieden habe, wo der Damm gebaut wird.
Vielleicht erklärt das auch, warum die Meinungen über die ENNI so unterschiedlich ausfallen. Die einen berichten von schnellen Lösungen. Die anderen erzählen von Problemen, die sie seit Jahren begleiten.
Und wahrscheinlich steckt in beidem ein Stück Wahrheit.
Denn wer sich um so viele Bereiche des täglichen Lebens kümmert, fällt zwangsläufig auf. Im Guten. Und auch im weniger Guten.
Meine kleine Reise durch den Mängelmelder fand ich jedenfalls ziemlich spannend.
Denn dort sieht man nicht nur einzelne Schlaglöcher oder kaputte Laternen. Man erkennt auch, welche Themen die Menschen in Moers dauerhaft beschäftigen.
Und vielleicht ist genau das die eigentliche Stärke solcher Meldungen.
Nicht, dass jedes Problem sofort verschwindet.
Sondern dass sichtbar wird, wo es immer wieder hakt.
Oder wie wir Biber sagen:
Ein Loch im Damm wird nicht kleiner, wenn alle nur drumherum schwimmen.
Euer Bepo 🦫
(offiziell Maskottchen, inoffiziell Fachkraft für Schlaglöcher, Laternen und wiederkehrende Hecken)
🦫 Bezahlung der Woche:
Diese Woche arbeite ich ausschließlich für:
👉 Straßenlaternen, die nicht jahrelang Verstecken spielen,
👉 Schlaglöcher mit freiwilligem Rückzugsprogramm,
👉 und Mängelmelder, die zeigen, wo es im Damm immer wieder zieht.

🦫 Bepo und die verschwundene Laterne
Oder: Warum nicht jede dunkle Ecke sofort heller wird
Hallo zusammen, hier ist wieder euer Bepo 🦫
Neulich war ich abends noch eine Runde durch Moers unterwegs.
Also eigentlich wollte ich nur schauen, ob irgendwo ein ordentlicher Damm gebaut wird.
Stattdessen bin ich über etwas gestolpert, das ihr uns bei unserer Themenabfrage ziemlich oft genannt habt:
💡 dunkle Wege
💡 schlecht beleuchtete Plätze
💡 Bereiche, in denen man sich abends nicht besonders wohlfühlt
Und da habe ich mich gefragt:
Wer entscheidet eigentlich, wo eine Laterne steht?
Denn wenn man vor einer dunklen Ecke steht, denkt man erstmal:
👉 „Da muss doch einfach nur mehr Licht hin.“
Klang für mich als Biber zunächst auch logisch.
Bis ich angefangen habe nachzufragen.
Und wie so oft stellte sich heraus:
Ganz so einfach ist es natürlich nicht.
💡 Wer kümmert sich eigentlich um Straßenlaternen?
In Moers ist die Straßenbeleuchtung im Auftrag der Stadt organisiert.
ENNI übernimmt dabei den Betrieb, die Wartung und auch die Erneuerung der Anlagen.
Wenn also irgendwo eine Laterne ausfällt oder erneuert wird, ist ENNI in der Regel die richtige Adresse für den technischen Teil.
Die Frage, wo neue Beleuchtung entsteht oder bestehende verbessert wird, liegt jedoch grundsätzlich bei der Stadt – also bei der Planung, Bewertung und Entscheidung, welche Maßnahmen umgesetzt werden.
Und genau dafür braucht es erstmal Hinweise, Prüfungen und eine Einschätzung, ob und wie etwas überhaupt realisiert werden kann.
🏗️ Eine Laterne ist manchmal ein kleines Bauprojekt
Denn wenn jemand sagt:
👉 „Hier fehlt Licht.“
dann geht es schnell um mehr als nur um eine einzelne Lampe:
- Gehört die Fläche der Stadt?
- Gibt es einen Stromanschluss in der Nähe?
- Müssen Kabel neu verlegt werden?
- Sind Tiefbauarbeiten nötig?
- Welche Kosten entstehen dabei?
- Und wie wird das Ganze finanziert?
Plötzlich steht nicht mehr nur eine Laterne im Mittelpunkt, sondern eine ganze Reihe technischer und organisatorischer Fragen.
Und wie das nun mal so ist:
In einer Stadt sind Planung und Budget immer Teil der Realität.
Oder biberisch gesagt:
Auch ein Damm entsteht nicht einfach nur, weil man sich einen wünscht – man muss schauen, wo das Wasser herkommt, welches Holz verfügbar ist und wer beim Bauen mit anpackt.
🏛️ Und wer trifft die Entscheidung?
Zunächst prüft die Verwaltung, ob eine Umsetzung technisch möglich und finanziell vertretbar ist.
Je nach Umfang werden anschließend auch politische Gremien einbezogen, die über Prioritäten im öffentlichen Raum und die Verwendung von Haushaltsmitteln entscheiden.
Oder biberisch gesagt:
Wenn ich mir am Damm eine Laterne wünsche, reicht es nicht, einfach „hell!“ zu rufen.
Erst wird geprüft, ob es überhaupt machbar ist – und was es am Ende bedeutet.
🌳 Mehr Licht ist nicht automatisch die ganze Lösung
Spannend ist außerdem:
Mehr Beleuchtung kann helfen – muss aber nicht automatisch das einzige oder beste Mittel sein.
Manchmal spielen andere Dinge eine größere Rolle:
- Dichter Bewuchs.
- Ungünstige Wegeführung.
- Fehlende Sichtachsen.
- Oder eine Gestaltung, die bestimmte Bereiche schwer einsehbar macht.
Deshalb wird bei solchen Fragen immer das Gesamtbild betrachtet.
Denn nicht jede dunkle Stelle ist automatisch ein „Laternenproblem“.
🌱 Wachstum braucht manchmal Zeit
Das erinnert mich übrigens an die kleinen Pflanzen, die aktuell hinter einigen Schutzzäunen wachsen.
Da fragen sich manche:
👉 „Warum steht da jetzt ein Zaun?“
Die Antwort ist meistens ziemlich einfach:
- Weil dort etwas wachsen soll.
- Und Wachstum braucht Zeit.
- Man sieht zunächst nur den Zaun.
- Das Ergebnis kommt später.
Bei vielen Veränderungen im öffentlichen Raum ist das ähnlich.
Man sieht oft zuerst die Einschränkung, die Planung oder die Diskussion.
Das eigentliche Ergebnis erscheint manchmal erst deutlich später.
📬 Jetzt seid ihr dran
Mich würde interessieren:
💬 Wo gibt es in Moers Wege oder Plätze, die aus eurer Sicht zu dunkel sind?
💬 Wo fühlt ihr euch unwohl?
💬 Und bei welchen Stellen fragt ihr euch schon länger, warum dort eigentlich nichts passiert?
Schreibt mir gerne.
Vielleicht wird daraus die nächste Spur, der ich als kommunaler Spürbiber nachgehe.
Euer Bepo 🦫
(offiziell Maskottchen, inoffiziell nächtlicher Laternenprüfer und kommunaler Spürbiber)
🦫 Bezahlung der Woche:
Diese Woche arbeite ich ausschließlich für:
👉 Heimwege ohne Handy-Taschenlampe
👉 verständliche Antworten auf komplizierte Fragen
👉 und Laternen, die genau dort stehen, wo Menschen sie wirklich brauchen.

🦫 Bepo und die verschwundenen Wochen, Monate, Jahre
Warum in einer Stadt nichts „einfach mal schnell“ geht
Hallo zusammen, hier ist wieder euer Bepo 🦫
In letzter Zeit lese ich ziemlich oft dieselbe Frage.
„Warum dauert das so lange?“
„Da passiert doch seit Monaten nichts.“
„Das müsste man doch einfach mal schnell machen.“
Und ehrlich?
Als Biber kann ich diesen Gedanken gut verstehen.
Wenn bei uns ein Damm kaputtgeht, ist die Lösung ziemlich direkt: Äste rein, Schlamm drauf, fertig.
Wobei… wenn ich es mir recht überlege:
Selbst Biber diskutieren manchmal länger über den richtigen Ast, als man zugeben möchte.
🧭 Stadt ist kein Handgriff
Je länger ich zwischen Rathaus, Ausschüssen, Baustellen und Vorlagen unterwegs bin, desto klarer wird mir:
👉 Eine Stadt funktioniert nicht wie eine einzelne Entscheidung,
👉 sondern wie ein großes System aus vielen gleichzeitig arbeitenden Teilen.
Oder biberisch gesagt:
Nicht ein Damm, den einer baut – sondern viele kleine Bauwerke, die zusammenhalten müssen.
Und jedes davon hat eigene Regeln, Zuständigkeiten und Zeitabläufe.
🧠 Warum einfache Ideen lange Wege haben
Nehmen wir ein scheinbar einfaches Beispiel:
Eine Straße soll sicherer werden.
Klingt nach: 👉 machen.
Der tatsächliche Weg sieht eher so aus:
Bürgerhinweis → Verwaltung → Fachprüfung → politische Beratung → Ausschuss → Haushalt → Planung → Ausschreibung → Umsetzung
Und unterwegs passiert oft etwas, das ich „Astgeflecht“ nenne:
Viele Dinge hängen voneinander ab. Nichts steht allein. Alles greift ineinander.
Nicht, weil niemand will, sondern weil viele Schritte gleichzeitig stimmen müssen, bevor der nächste beginnen kann.
🚧 Wenn (fast) alles gleichzeitig passiert: die Bombenentschärfung in
Moers
Ein gutes Beispiel dafür war die Bombenentschärfung in Moers.
Der Plan war klar:
👉 Bis 18:00 Uhr sollten alle Anwohner das Gebiet verlassen haben.
Im Hintergrund liefen bereits seit Tagen viele Vorbereitungen: das Krankenhaus war eingebunden, Einsatzkräfte standen bereit, Abläufe waren abgestimmt.
Und trotzdem dauerte die gesamte Lage bis tief in die Nacht – Abschluss gegen 0:28 Uhr.
Warum?
Weil in solchen Situationen alles gleichzeitig läuft:
- Evakuierung von Wohngebieten
- Organisation von Krankenhaus und Pflegeeinrichtungen
- Transporte von Patientinnen und Patienten
- Abstimmung von Feuerwehr, Polizei, Stadt und Kampfmittelräumdienst
- Verkehrsregelung und Sperrungen
- Entscheidungen unter Zeitdruck
Und entscheidend ist:
👉 Kein Schritt funktioniert für sich allein.
Ein Krankenhaus kann erst fertig räumen, wenn Transporte stehen.
Transporte stehen erst, wenn Wege frei sind.
Wege sind erst frei, wenn andere Maßnahmen gesichert sind.
Das ist kein Ablaufplan.
Das ist ein System, das gleichzeitig arbeitet.
Von außen wirkt das wie Warten.
Von innen ist es Hochdrucklogistik.
Oder wie wir Biber sagen:
👉 Wenn ein Ast sich bewegt, müssen oft fünf andere mitwackeln,
damit der Damm stabil bleibt.
🌉 Warum das kein Ausnahmefall ist
Das gilt nicht nur für große Einsätze.
Auch im Alltag funktioniert Stadt selten linear:
- Demokratie ist nicht linear
- Verwaltung ist nicht linear
- Umsetzung ist nicht linear
Viele Prozesse laufen parallel, greifen ineinander und beeinflussen sich gegenseitig.
Und genau deshalb dauern Dinge manchmal länger, als man es von außen erwartet.
Nicht nur wegen Abläufen oder Bürokratie, sondern weil viele Dinge gleichzeitig richtig gemacht werden müssen.
🧠 Heißt das, alles läuft perfekt?
Nein.
Es gibt Prozesse, die zu lange dauern.
Kommunikation, die besser sein könnte.
Und Situationen, in denen Dinge unnötig hängen bleiben.
Das gehört genauso zur Wahrheit.
🦫 Warum ich das erzähle
Nicht als Ausrede, sondern um verständlich zu machen,
warum Stadt manchmal langsamer wirkt, als sie ist.
Zwischen
„Da müsste mal jemand“
und
„Es passiert“
liegen oft viele unsichtbare Schritte.
🦫 Wenn ihr Fragen habt
Wenn ihr euch fragt, warum etwas dauert, schreibt mir.
Ich geh der Sache nach – mit Geduld, Bauhelm und Skepsis gegenüber zu einfachen Antworten.
Euer Bepo 🦫
(offiziell Maskottchen, inoffiziell immer noch überrascht, wie viele Dinge gleichzeitig in einer Stadt passieren)
🦫 Bezahlung der Woche
Diese Woche arbeite ich ausschließlich gegen:
👉 ein funktionierender Prozess ohne 12 Rückfragen
👉 und Entscheidungen, die beim ersten Mal halten

🦫 Bepo zwischen Bürgerrat, Vereinsregister und einer ziemlich guten Idee
Hallo zusammen, hier ist wieder euer Bepo 🦫
Also…
aus einem Bürger:innenrat ist inzwischen tatsächlich ein eingetragener Verein geworden.
„Wir für Moers – Wir für uns e.V.“ steht jetzt offiziell im Vereinsregister.
Und ehrlich:
Irgendwie passt das ziemlich gut zu dem, was damals im Bürger:innenrat passiert ist.
Menschen, die sich vorher gar nicht kannten, saßen mehrere Tage zusammen, haben diskutiert, Ideen entwickelt und irgendwann gemerkt:
👉 Beteiligung funktioniert nicht nur von oben.
👉 sondern auch dann, wenn Bürgerinnen und Bürger selbst mitgestalten.
Genau daraus ist der Verein entstanden.
Nicht als Partei. Nicht als Meckerclub, sondern als Versuch, kommunale Themen verständlicher zu machen und mehr Menschen mitzunehmen.
Oder biberisch gesagt:
Nicht nur am Damm stehen und schimpfen, sondern selbst ein paar Äste anschleppen.
Steven hat dazu jetzt auch ein Interview gegeben und darin ziemlich gut beschrieben, wie das alles angefangen hat:
Er hat erzählt, dass ihn am Bürger:innenrat besonders beeindruckt hat, wie schnell völlig unterschiedliche Menschen konstruktiv zusammenarbeiten konnten.
Und genau das merkt man eigentlich bis heute.
Auf der Webseite, bei Facebook und inzwischen auch hier im Blog geht es nämlich oft genau darum:
👉 erklären statt nur empören
👉 Beteiligung verständlicher machen
👉 bei Veranstaltungen zuhören
👉 politische Prozesse greifbarer machen
👉 und Menschen motivieren, selbst mitzureden
Besonders hängen geblieben ist bei mir aber ein anderer Gedanke aus dem Interview:
Dass man für Beteiligung kein Vorwissen braucht.
Keine Spezialausbildung.
Keine Parteibücher.
Keine Verwaltungssprache,
sondern erstmal nur Interesse daran, was in der eigenen Stadt passiert.
Und ehrlich?
Das ist wahrscheinlich einer der wichtigsten Punkte überhaupt, Demokratie wird meistens nicht besser, wenn alle gleichzeitig schreien, sondern erst wenn Menschen anfangen zuzuhören, zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu suchen.
Oder wie wir Biber sagen:
Ein stabiler Damm entsteht selten durch einen einzelnen Ast.
Euer Bepo 🦫
(offiziell Maskottchen, inoffiziell inzwischen Fachkraft für kommunale Holzbeteiligung)

🦫 Bepo erklärt Baustellen – oder: Warum ein Damm nicht in zwei Tagen fertig wird
Hallo zusammen, hier ist wieder euer Bepo 🦫
Vor ein paar Wochen habt ihr uns ziemlich viele Rückmeldungen auf Facebook geschickt.
- Zu Straßen.
- Zu Baustellen.
- Zu Schlaglöchern.
- Zu Ampeln.
Und manchmal auch zu Stellen, bei denen man sich fragt:
„Sagt mal… fährt da eigentlich noch jemand freiwillig lang?“
Wir haben die Hinweise gesammelt, sortiert und an die Stadt weitergegeben.
Damit war der erste Teil unseres Formats erstmal abgeschlossen.
Dann haben wir euch gefragt:
👉 Mit welchem Thema sollen wir uns genauer beschäftigen?
Und Moers war sich erstaunlich einig:
🚧 Straßen, Baustellen & Infrastruktur.
Tja.
Und weil das mittlerweile wirklich Chefsache geworden ist, sitze jetzt ich hier.
Der Biber mit Bauhelm und Plan.
Und mit leicht besorgtem Blick auf sehr viele Baustellenbaken.
Denn diesmal wollten wir nicht einfach nur Beschwerden sammeln.
Sondern mal erklären, warum manche Dinge in einer Stadt deutlich komplizierter sind, als sie von außen aussehen.
Oder biberisch gesagt:
Nur weil oben ein Loch ist, heißt das nicht, dass unten nicht schon fünf Leute gleichzeitig am Damm arbeiten.
💸 Das erste Problem: Geld wächst leider nicht auf Baustellenzäunen
Moers hat dieses Jahr ein Haushaltsdefizit von rund 43 Millionen Euro.
Das bedeutet:
Die Stadt gibt deutlich mehr Geld aus, als sie einnimmt.
Und aktuell sieht es leider nicht danach aus, dass sich das in den nächsten Jahren komplett entspannt.
Das betrifft auch Straßen.
Denn Straßenbau ist richtig teuer.
Eine größere Sanierung kostet schnell mehrere Millionen Euro.
Und gleichzeitig gibt es in vielen Städten — auch in Moers — Straßen, Brücken, Leitungen und Kanäle, die älter werden.
Heißt:
Es gibt meistens mehr Baustellenbedarf als Geld.
Als Biber kenne ich das Problem übrigens.
Wenn der Holzhaufen kleiner wird, überlegt man sich auch dreimal, welchen Damm man zuerst repariert.
🛣️ „Dann macht die Straße doch einfach neu!“
Klingt erstmal logisch.
Ist aber oft komplizierter als gedacht.
Denn bevor eine Straße saniert wird, muss geprüft werden:
👉 Wie kaputt ist sie wirklich?
👉 Was liegt unter der Straße?
👉 Müssen Wasserleitungen oder Kanäle mit erneuert werden?
👉 Gibt es Fördermittel?
👉 Wie wichtig ist die Straße für Busse, Rettungsdienste oder den Verkehr?
👉 Welche Projekte haben Vorrang?
Denn wenn man einfach nur oben neuen Asphalt drauflegt, aber darunter alte Leitungen liegen, wird die Straße im Zweifel kurze Zeit später wieder aufgerissen.
Und dann sagen wieder alle:
„Warum bauen die zweimal?“
Auch verständlich übrigens.
🚦 Kaiserstraße – beschlossen heißt noch nicht gebaut
Ein gutes Beispiel dafür ist die Kaiserstraße.
Im ASPU wurde im Januar bereits eine Richtung beschlossen.
Das heißt:
Politisch wurde dort schon eine wichtige Grundlage geschaffen.
Aber:
Ein Beschluss im Ausschuss bedeutet noch nicht automatisch, dass morgen die Bagger rollen.
Danach folgen oft noch:
👉 weitere Beratungen
👉 Haushaltsfragen
👉 Ausschreibungen
👉 Abstimmungen mit Versorgungsträgern
👉 konkrete Planungen
👉 und manchmal auch neue Diskussionen im Rat
Die eigentliche Frage ist deshalb oft:
- Was kann wann umgesetzt werden?
- Und welche Projekte priorisiert die Politik am Ende wirklich?
🚧 „Warum steht die Baustelle da einfach rum?“
Jetzt kommen wir zu einer meiner Lieblingsfragen aus dem Baustellengebüsch.
Und ja:
Manchmal sieht eine Baustelle wirklich so aus, als wäre gerade Kaffeepause seit Dienstagvormittag.
Aber häufig passiert im Hintergrund trotzdem etwas.
Gerade bei größeren ENNI-Baustellen hängen oft viele Arbeiten zusammen:
🪵 Kanalbau
🪵 Wasserleitungen
🪵 Strom
🪵 Gas
🪵 Telekommunikation
🪵 Straßenbau
Und oft kann der nächste Schritt erst starten, wenn der vorherige abgeschlossen ist.
Dazu kommen:
Wetter. Lieferprobleme. Fachkräftemangel. Überraschungen im Untergrund.
Sicherheitsvorgaben.
Oder plötzlich auftauchende Dinge, die vorher niemand gesehen hat.
Und glaubt mir:
Wenn irgendwo unter einer Straße etwas Unerwartetes auftaucht, wird selbst der entspannteste Baustellenleiter nervös.
🕳️ Und die Schlaglöcher?
Die kommen natürlich auch immer wieder zur Sprache.
Viele fragen:
„Warum wird immer nur geflickt?“
Die Antwort ist meistens:
Weil eine komplette Sanierung viel teurer ist als eine kurzfristige Reparatur.
Deshalb wird oft erstmal gesichert oder geflickt, damit die Straße verkehrssicher bleibt.
Die Stadt arbeitet dabei normalerweise nach Prioritäten:
👉 Gefahrstellen zuerst
👉 stark befahrene Straßen früher
👉 kleinere Schäden später
Das fühlt sich für Bürger natürlich nicht immer zufriedenstellend an.
Vor allem dann nicht, wenn man jeden Morgen denselben Krater begrüßt wie einen alten Bekannten.
Aber oft ist genau dieses „Flicken“ erstmal die einzige finanzierbare Zwischenlösung.
🦫 Warum erzählen wir euch das alles?
Nicht, um Kritik kleinzureden.
Und auch nicht, um alles schönzureden.
Sondern weil wir als Verein gesagt haben:
Wenn wir unseren Zweck ernst meinen, müssen wir auch erklären, wie Stadt eigentlich funktioniert.
Denn viele Themen wirken von außen einfacher, als sie im Rathaus, bei den Stadtwerken oder in Ausschüssen tatsächlich sind.
Und trotzdem gilt natürlich:
Wenn Straßen kaputt sind, Baustellen nerven oder Dinge schlecht laufen, darf man das sagen. Unbedingt sogar ->
Mängelmelder.
Aber vielleicht hilft es manchmal, zusätzlich zu verstehen, warum manches eben nicht in drei Tagen gelöst werden kann.
Oder wie ein alter Biber sagen würde:
Ein stabiler Damm entsteht nicht nur mit viel Holz, sondern auch mit Planung, Reihenfolge und ziemlich vielen Leuten, die gleichzeitig daran arbeiten.
Euer Bepo 🦫
(heute unterwegs zwischen Baustellenbake, Haushaltsloch und der Erkenntnis, dass Infrastruktur deutlich komplizierter ist als „macht mal neu“)
🦫 Bezahlung der Woche:
Diese Woche arbeite ich ausschließlich gegen:
👉 frischen Asphalt ohne Umleitung
👉 und Schlaglöcher, die freiwillig verschwinden.





🦫 Bepo undercover im Rat – oder: Wenn Beteiligung plötzlich Gesichter bekommt
Hallo zusammen, hier ist wieder euer Bepo.
Also offiziell war ich natürlich nicht da. Inoffiziell saß ich irgendwo zwischen Stuhlbein, Kabelkanal und kommunaler Wirklichkeit in der Ratssitzung. Man muss schließlich verstehen, was hier passiert – nicht nur im Sitzungssaal, wo alles sichtbar wird, sondern auch in dem, was vorher an Entscheidungen und Vorarbeit zusammengebaut wird.
Und ich sag’s gleich: Das war kein gewöhnlicher Nachmittag im Rat.
Am Anfang standen drei große Themen im Raum:
👉Leitlinien für Bürgerbeteiligung,
👉ein Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung und
👉der Zukunftshaushalt.
Dinge, die erstmal technisch klingen, aber ziemlich viel damit zu tun haben, wie eine Stadt überhaupt zusammengebaut ist.
Anmoderiert wurde das Ganze von Herrn Zisenis, der noch einmal eingeordnet hat, wie der Bürger:innenrat entstanden ist: 1500 zufällig ausgewählte Menschen aus Moers, 48 davon haben mehrere Tage intensiv gearbeitet, diskutiert und Empfehlungen entwickelt. Kein kleines Treffen, eher ein ziemlich ernst gemeinter Versuch, Beteiligung nicht nur zu behaupten, sondern zu machen.
Und genau das war heute spürbar: Da standen keine fertigen „Stellungnahmen“, sondern Menschen, die sich reingearbeitet haben. Unterschiedlichste Perspektiven, zusammengesetzt durch Zufall, aber verbunden durch die Aufgabe, gemeinsam Lösungen zu finden.
Als Biber merkt man ziemlich schnell, ob jemand nur am Ufer steht oder
wirklich mitbauen will.
🪵 Leitlinien für Bürgerbeteiligung
Die Leitlinien sollen künftig festlegen, wann Beteiligung stattfindet, wie informiert wird und wie Verwaltung, Politik und Bürgerschaft miteinander umgehen. Verbindlich, transparent, frühzeitig – und trotzdem flexibel genug, um nicht alles zu ersticken.
Biber-Übersetzung: Nicht erst reden, wenn der Damm schon wackelt.
Oder etwas weniger biberisch: Beteiligung soll Teil der Bauweise werden, nicht nur der Reparatur.
🏠 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung
Ein zentraler Ort, an dem Beteiligung nicht gesucht werden muss, sondern ankommt.
Für die Bürger:innen: eine Anlaufstelle für Fragen, Hinweise, Ideen.
Für die Verwaltung: eine Schnittstelle, die Beteiligung sortiert, bündelt und in passende Formate übersetzt.
Und ich dachte kurz:
Ah. Ein offizieller Biberbau für Mitgestaltung.
Wichtig war hier vor allem eines: Es geht nicht nur um digitale Wege, sondern ausdrücklich auch darum, Menschen zu erreichen, die sonst selten vorkommen. Nicht nur die, die ohnehin laut sind, sondern möglichst viele Perspektiven.
💰 Zukunftshaushalt
Und dann kam Steven – unser Vorstand.
Wenn ich es biberisch sagen darf: der, der nicht nur mit im Bau sitzt, sondern auch mal sagt, wo der nächste Ast wirklich Sinn ergibt.
Er hat den Zukunftshaushalt vorgestellt, aber bewusst nicht als großes Rechenmodell, sondern als Pilotidee: ein kleiner, realer Beteiligungsrahmen, in dem vor allem Jugendliche Projekte entwickeln, priorisieren und umsetzen können.
Weniger Theorie, mehr ausprobieren. Klein anfangen, statt groß ankündigen.
Und dann kam dieser Moment, der hängen bleibt.
Auf den letzten Folien: unser Verein.
Aus dem Bürger:innenrat entstanden.
Nicht als „Projekt der Politik“, sondern als Folge aus dem Prozess selbst.
Eine Maßnahme, die aus dem Bürger:innentat heraus gewachsen ist – um Beteiligung weiterzutragen, zu erklären und praktisch zu machen.
Ich sag mal so: Da wurde es kurz sehr still in meinem inneren Biberkopf.
Denn genau das ist der Punkt:
Beteiligung endet nicht im Ratssaal.
Manchmal fängt sie da erst an, sich zu bewegen.
Und dann stand da dieser Satz, der auch als Folie sichtbar wurde:
👉 „Demokratie entsteht, wenn wir sie gemeinsam leben.“
Der Satz war nicht Dekoration. Der war Arbeitshypothese.
Was mich an diesem Abend besonders beeindruckt hat:
Die Menschen aus dem Bürger:innenrat haben das nicht „vorgelesen“. Sie haben es vertreten. Mit Ruhe, mit Klarheit, mit der Erfahrung von vier intensiven Tagen.
Sabrina Raus, Kathrin Kiel und Steven Range haben dem Ganzen ein Gesicht gegeben.
Und genau das macht den Unterschied: Beteiligung wird erst real, wenn Menschen sie tragen.
Und ja – der Zuschauerraum war voll. So voll, dass man fast schon merkt:
Das hier ist kein Randthema mehr.
Natürlich gab es auch Widerspruch und politische Einordnung. Gehört dazu.
Demokratie ist kein glattes Holzbrett, eher ein Bauwerk mit Nachjustierung.
Aber insgesamt blieb bei mir etwas hängen, das ich selten so klar sehe:
Hier wird nicht nur über Beteiligung gesprochen.
Hier wird ausprobiert, gestritten, ergänzt – und weitergebaut.
Ich bin danach noch einen Moment unter meinem Stuhl sitzen geblieben und dachte: Vielleicht ist das genau dieser seltene Moment, in dem Ideen den Raum verlassen und beginnen, Realität zu werden.
Und ehrlich gesagt: Das macht sogar einen Biber kurz still.
Euer Bepo 🦫
🦫 Bezahlung der Woche:
Diese Woche reicht mir:
👉 ein bisschen echtes Stadtgespräch statt leere Worte
👉 saubere Entscheidungen, die nicht im Dickicht verschwinden
👉 und gelegentlich frisches Holz für den Biberbau der Ideen



🦫 Bepo zwischen Facebook-Fragen, Pflastersteinen und echtem Stadtgespräch
Hallo zusammen, hier ist wieder euer Bepo 🦫
Also… wenn man als Biber durch Moers tapselt, merkt man ziemlich schnell: Der Boden erzählt hier mehr Geschichten als so mancher Kommentar im Netz.
Alles hat auf Facebook angefangen. Die Menschen aus unserem Verein haben gefragt, was euch in Moers so durch die Pfoten – äh… durch den Alltag geht.
Und schwupps ging’s nicht um große Weltpolitik, sondern um das, was wirklich unter den Sohlen knirscht: Innenstadtwege, Stolperkanten, Fugenabenteuer und Stellen, wo selbst ein gut trainierter Biber kurz überlegt: „War das jetzt so gedacht?“
Über 200 Rückmeldungen sind da reingepurzelt. Viele mit ganz genauen Stellen. Und da war klar: Das bleibt nicht im digitalen Bau liegen. Das will raus ins echte Moers.
Und dann kam der perfekte Moment:
Der Aktionstag zur Innenstadtentwicklung.
Offene Baustellen, Rundgänge, Infos direkt vor Ort – die Stadt hat ihre Baupforten geöffnet. Und wir vom Verein: mitten rein ins Getümmel.
Für mich als Biber war das ungefähr so, als würde man mich in einen halbfertigen Damm lassen und sagen: „Guck mal, wie du ihn findest.“
Spoiler: Ich hab geguckt. Sehr genau. Sehr pfotenkritisch.
Die Vereinsmenschen haben gefragt, die Menschen aus der Verwaltung haben geantwortet – direkt, offen, ohne Umwege durch den Biberbau.
Und das Wichtigste zuerst:
👉
Der Mängelmelder wurde ausdrücklich betont.
Was ihr meldet, soll nicht im Moos verschwinden, sondern im System bleiben. Sichtbar. Nachverfolgbar. Teil des Ganzen. Kein Pfotenabdruck ohne Wirkung.
Und dann wurde es spannend unter der Oberfläche:
👉
Die Innenstadt wird nicht komplett auf einmal umgegraben.
Das wäre ungefähr so, als würde ein Biber den ganzen Fluss auf einmal umleiten. Geht selten gut.
Stattdessen: Schritt für Schritt.
Links und rechts bleiben die alten Steine. Aber nicht im alten Zustand. Die werden rausgenommen, aufgearbeitet und mit besserer Verfugung wieder eingesetzt. Gleiche Steine, aber deutlich ruhiger unter der Pfote – weniger Wackel, weniger Stolper, mehr „läuft“.
In der Mitte passiert die eigentliche Verwandlung:
👉
neues Pflaster.
Glatter, gleichmäßiger, angenehm zu gehen. Und wenn man genau hinschaut – hinter „Braun“ gibt’s schon so ein kleines Stück davon. Kein großes Bauwerk, eher so ein „Biber guckt und nickt“-Moment.
Zwischen allem liegt ein schwarzer Streifen – der Entwässerungsschacht. Kein Schmuckband, sondern der heimliche Wasserlenker. Damit nichts da steht, wo später Pfoten ins Rutschen kommen.
Und ganz wichtig:
Die Fugen werden neu gedacht.
Ziel: weniger Stolperfalle, mehr „ich kann hier einfach laufen, ohne nachzudenken“.
Das rote, rutschige Pflaster? Sagen wir so: Es hatte seine Zeit.
Aber Biber und Rutschpartien sind keine Liebesgeschichte.
Auch der Kastellplatz war Thema.
Der ist aktuell nicht Teil der konkreten Baupfade.
Aber verschwunden ist er nicht – er bleibt über den Mängelmelder sichtbar und damit im Blickfeld der Stadtpfoten.
Und jetzt kurz Bepo-Real Talk 🦫:
👉 Die Stadtplanung findet ihr auf
www.zukunft-gestalten-moers.de/
👉 Der Mängelmelder bleibt der direkte Pfotenweg in die Verwaltung.
Und beides landet natürlich auch bei uns im Verein – damit wir nicht nur gucken, sondern verstehen, wo’s klemmt.
Für mich fühlt sich das Ganze an wie ein halbfertiger Damm im Fluss: nicht fertig, nicht perfekt, aber lebendig. Und genau dazwischen passiert das Entscheidende – wenn Facebook-Fragen den Bau verlassen, in Gesprächen landen und sich daraus langsam etwas verändert.
🦫 Euer Bepo
(Teil des Vereins, Chef vom Damm, Pfotenprüfer der Innenstadt und offiziell zuständig für alles zwischen Frage, Fuge und Fortschritt)
🦫 Und jetzt zur wöchentlichen Bezahlung
Ich arbeite ab sofort ausschließlich gegen ein faires, realitätsnahes Wochenpaket:
- 2x „Das nehmen wir mit“-Momente aus echten Bürgerhinweisen
- und als Bonus: das seltene Gefühl, wenn aus Facebook-Fragen echte Stadtarbeit wird
Optional:
- ein ehrliches „Gut, dass ihr hingegangen seid“

🦫 Von Beuys bis Hüsch – warum Beteiligung in Moers mehr ist als ein Konzept
Hallo, hier ist wieder Bepo 🦫 – und ich sag’s gleich vorweg:
Heute wird’s ein bisschen kulturell. Aber keine Sorge, ich bleibe auf Pfotenhöhe.
Wenn man über Wir für Moers - Wir für uns spricht, dann landet man ziemlich schnell bei zwei Namen, die auf den ersten Blick nicht viel mit einem lokalen Verein zu tun haben:
Joseph Beuys und Hanns Dieter Hüsch.
Und trotzdem passen sie erstaunlich gut hierher.
Beuys hat gesagt: „Jeder Mensch ist ein Künstler.“
Aber er meinte damit nicht Farbe, Leinwand oder Galerie.
Er meinte Gestaltungskraft.
Die Fähigkeit, etwas in Bewegung zu bringen – in der Gesellschaft, im Denken, im Miteinander. Genau das, was er später „soziale Plastik“ genannt hat: eine Gesellschaft, die nie fertig ist, sondern ständig von den Menschen selbst geformt wird.
Und wenn ich mir anschaue, was hier in Moers passiert, dann ist das gar nicht so weit weg davon.
Menschen werden gefragt.
Menschen werden gehört.
Menschen sagen, was sie sehen, was sie stört, was sie sich wünschen.
Und plötzlich ist das keine abstrakte Demokratie mehr, sondern etwas ganz Konkretes: Stadtgestaltung im Alltag.
Hüsch wiederum war kein Theoretiker, sondern ein Erzähler des Menschlichen. Einer, der genau hingeschaut hat, ohne laut zu werden.
Er hätte wahrscheinlich nicht über „Beteiligungsprozesse“ gesprochen.
Er hätte eher gefragt:
„Hört ihr euch eigentlich wirklich zu?“
Und genau da liegt der Kern, den beide – jeder auf seine Weise – berührt haben:
Demokratie ist kein System, das einfach läuft.
Sie ist eine Haltung zwischen Menschen.
Nicht nur Abstimmen.
Sondern Zuhören.
Aushalten.
Weiterreden, auch wenn es unterschiedlich wird.
Und genau hier wird es spannend für uns als Verein.
Denn wir versuchen im Kleinen das zu leben, was Beuys im Großen gedacht hat und Hüsch im Menschlichen gespürt hat:
Dass Stadt nicht nur gebaut wird.
Sondern entsteht – im Gespräch.
Dass Beteiligung nicht ein Formular ist.
Sondern ein Prozess zwischen Menschen, die sich ernst nehmen.
Und ja, das ist nicht immer bequem.
Manchmal ist es laut.
Manchmal widersprüchlich.
Manchmal dauert es länger, als man denkt.
Aber genau so fühlt sich etwas an, das echt ist.
Beuys hätte vielleicht gesagt: Hier formt sich Gesellschaft.
Hüsch hätte vielleicht geschmunzelt und gesagt: Hauptsache, ihr bleibt menschlich dabei.
Ich sag’s wie immer ein bisschen einfacher:
Wenn Menschen anfangen, nicht nur über Moers zu reden, sondern miteinander über Moers zu reden – dann passiert genau das, was wir brauchen.
Dann wird aus Meinung Beteiligung.
Aus Beteiligung Verantwortung.
Und aus Verantwortung ein gemeinsames „Wir“.
Und genau deshalb passt das alles zusammen:
Beuys als Blick auf Gestaltung.
Hüsch als Blick auf Menschlichkeit.
Und Wir für Moers - Wir für uns als Ort, an dem beides im Alltag ausprobiert wird.
Ich klopfe einmal mit der Pfote auf den Boden und sag:
„Das ist kein Konzept von oben. Das ist ein Gespräch von unten.“
🦫 Euer Bepo
(der nicht alles erklärt – aber manchmal zusammenbringt, was zusammengehört)
🦫 Bezahlung der Woche:
Diese Woche arbeite ich ausschließlich gegen ehrliche Gespräche an echten Tischen.
Optional akzeptiere ich auch:
- ein gut gemeintes „Hast du eigentlich schon mal drüber nachgedacht…?“
- 1–2 konstruktive Einwände (bitte ohne Holzschutzmittel im Tonfall)
- und als Luxusbonus: ein Moment, in dem jemand sagt „Okay, ich hab’s verstanden“

🦫 Wer baut hier eigentlich mit wem? Die Sache mit den Ausschüssen
Ich sag’s euch ehrlich:
Wenn ich als Biber zum ersten Mal in so eine Ausschusslandschaft geschaut hätte, hätte ich gedacht, das ist ein sehr komplizierter Damm mit vielen Zuständigkeiten und noch mehr Abkürzungen.
Aber eigentlich ist es gar nicht so wild – wenn man es einmal biberisch übersetzt.
🧭 Was sind Ausschüsse überhaupt?
Ausschüsse sind im Grunde
kleinere Arbeitsgruppen des Stadtrats.
Der Rat trifft die großen Entscheidungen – aber bevor es so weit ist, wird in den Ausschüssen sortiert, geprüft und vorbereitet.
Oder anders gesagt:
👉 Der Rat entscheidet am Ende.
👉 Die Ausschüsse bauen davor die tragfähigen Teile zusammen.
🧱 Die wichtigsten „Baustellen“ in Moers
Es gibt verschiedene Ausschüsse, die sich jeweils um eigene Themen kümmern:
🛤️
Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Umwelt (ASPU)
Hier geht’s um das große Ganze: Stadtplanung, Bauprojekte, Verkehr, Umwelt und Zukunftsfragen der Stadtentwicklung.
Kurz: Wo und wie wird in Moers gebaut?
💰
Hauptausschuss
Der schaut auf das Geld und die Gesamtsteuerung der Stadt.
Also: Was ist finanziell möglich – und was nicht?
🏫
Fachausschüsse (z. B. Schule, Soziales, Kultur)
Hier wird es konkreter: Schulen, soziale Themen, Kulturangebote oder Jugendfragen.
🔄 Und wie hängt das alles zusammen?
Jetzt kommt der Teil, der oft unterschätzt wird:
👉 Ausschüsse arbeiten nicht gegeneinander, sondern hintereinander.
Ein typischer Ablauf sieht so aus:
- Eine Idee oder Vorlage kommt in einen Ausschuss
- Dort wird diskutiert, geprüft, nachgebessert
- Danach geht es – je nach Thema – weiter in den Hauptausschuss oder direkt in den Stadtrat
- Dort wird entschieden
Das heißt:
👉 Ausschüsse bereiten vor
👉 Der Rat entscheidet
Oder biberisch gesagt:
Erst wird gemeinsam am Damm gearbeitet – dann wird entschieden, ob er fertig gebaut wird.
🧠 Warum das wichtig ist
Dieses System sorgt dafür, dass nicht alles in einer einzigen Sitzung entschieden wird.
Sondern dass unterschiedliche Fachrichtungen mitreden können, bevor etwas beschlossen wird.
Das macht Entscheidungen oft stabiler – aber manchmal auch schwerer zu durchschauen.
Und genau deshalb lohnt sich der Blick dahinter.
🦫 Bepos Einordnung
Wenn man es einfach sagt, ist es so:
👉 Ausschüsse sind die Werkstatt
👉 Der Rat ist die Entscheidung
👉 Und die Verwaltung ist die Umsetzung
Und alle zusammen sorgen dafür, dass aus Ideen irgendwann Realität wird.
Oder zumindest ein gut geplanter Damm.
Euer Bepo 🦫
(der Chef – und großer Fan von gut sortierten Bauabläufen)
🦫 Bezahlung der Woche:
Ich arbeite für verständliche Prozesse, weniger Abkürzungschaos und mehr Menschen, die wissen, wo ihr Thema eigentlich hingeht.

🦫 „Wohl der Einwohner“… was soll das eigentlich sein?
Ich saß neulich an meinem Damm, hatte einen ziemlich guten Stock in der Pfote und dachte mir:
Jetzt läuft’s. Stabil, durchdacht, zukunftssicher.
Und dann lese ich in der Gemeindeordnung NRW diesen Satz:
Die Gemeinden fördern „das Wohl der Einwohner“.
Da hab ich kurz gestutzt.
Nicht beim Bauen – beim Denken.
Was ist denn bitte „das Wohl der Einwohner“?
Ist das ein Gefühl?
Eine Zahl im Haushalt?
Oder einfach alles gleichzeitig?
Wenn man genauer hinschaut, ist es ein ziemlich großer Begriff.
Und genau das ist der Punkt.
„Wohl der Einwohner“ heißt nicht nur: Straßen sind ganz und die Lampen funktionieren.
Es heißt auch:
👉 Menschen können sich sicher bewegen
👉 Sie werden gehört
👉 Sie können am Leben in der Stadt teilhaben
👉 Und sie haben Perspektiven – heute und morgen
Und jetzt kommt der entscheidende Teil (Achtung, Biberweisheit):
Das steht da nicht zufällig.
Die Gemeinde handelt durch gewählte Organe – also durch Menschen, die von der Bürgerschaft bestimmt wurden.
Heißt: Das „Wohl“ wird nicht irgendwo festgelegt. Es entsteht aus Entscheidungen. Aus Abwägungen. Aus Diskussionen.
Oder anders gesagt:
Das „Wohl der Einwohner“ wird gebaut.
Und zwar jeden Tag.
Mit großen Dingen – wie Schulen, Verkehr oder sozialen Angeboten.
Aber auch mit kleinen Dingen – wie einem freien Gehweg, einem freien Leitstreifen oder der Frage, ob jemand mit seinem Anliegen gehört wird.
Und dann steht da noch etwas, das ich als Biber besonders ernst nehme:
Verantwortung für zukünftige Generationen.
Das ist der Moment, wo ich nicke.
Denn ein guter Damm hält nicht nur heute.
Er muss auch morgen noch stehen.
Für mich heißt das:
Das „Wohl der Einwohner“ ist kein fertiger Zustand. Es ist ein Auftrag.
👉 Ein Auftrag an die Stadt, gut zu entscheiden
👉 Ein Auftrag an die Politik, abzuwägen
👉 Und auch ein Auftrag an uns alle, mitzudenken und uns einzubringen
Denn wenn niemand sagt, was gebraucht wird – wie soll dann richtig gebaut werden?
Also, wenn ihr mich fragt:
„Wohl der Einwohner“ klingt erstmal nach einem fertigen Plan. Ist es aber nicht.
Für jeden bedeutet es etwas anderes – und genau deshalb braucht es euch.
👉 Wenn niemand sagt, was gebraucht wird, wird am Bedarf vorbeigebaut.
👉 Ohne Beteiligung bleibt „Wohl“ eine Vermutung.
Also: Mitreden, einbringen, mitbauen.
🦫 Und ich hab da was entdeckt…
Die Bürgermeisterin geht raus aus dem Rathaus – und direkt zu euch:
👉 24.04. | 15–17 Uhr | Plaza im Schlosspark
Erste Sprechstunde unter freiem Himmel.
Ich sag’s mal so:
Das ist genau der Moment, wo aus „man müsste mal“ ein echtes Gespräch werden kann.
Keine langen Wege, keine großen Hürden –
einfach hingehen, ansprechen, Thema loswerden.
Oder wie ich es nennen würde:
👉 Bauplan direkt vor Ort besprechen.
Also: Wenn euch etwas in Moers bewegt – das ist eure Gelegenheit.
Ich schau natürlich auch vorbei.
Rein dienstlich. Als Chef.
Euer Bepo 🦫
(der den Überblick behält – auch im Schlosspark)
🦫 Bezahlung der Woche:
Diese Woche arbeite ich für langfristig stabile Dämme, gute Entscheidungen und Menschen, die nicht nur an heute, sondern auch an morgen denken.

🦫 Undercover im Ratssaal: Wenn Politik plötzlich ganz nah ist
Okay, ich geb’s zu: Ich war gestern auch dabei.
Nicht offiziell. Nicht auf der Teilnehmerliste.
Eher so… unter dem Tisch der Demokratie.
Undercover eben.
Als Chef muss man schließlich wissen, was im eigenen Baugebiet passiert.
Schon draußen ein gutes Zeichen:
👉
Der Blindenleitstreifen vor dem Rathaus war frei.
So soll das sein.
Drinnen wurde es dann spannend:
Menschen aus dem Verein, ehemalige Mitglieder des Bürger:innenrats und interessierte Bürgerinnen und Bürger im Austausch mit Bürgermeisterin Julia Zupancic.
Und ich sag’s euch:
Es wurde gefragt. Viel gefragt.
Auch Dinge, auf die man sich nicht vorbereiten kann.
Genau das macht Beteiligung stark.
Die Antworten? Offen, verständlich und auf Augenhöhe.
👉
So fühlt sich Demokratie an.
Denn:
👉
Demokratie und Beteiligung gehören zusammen.
Entscheidungen fallen im Rat – stabil werden sie aber erst, wenn viele mitdenken und mitreden.
Oder in meiner Sprache:
Ein Damm kann geplant werden.
Aber gebaut wird er nur gemeinsam.
Erklärt wurde auch, wie Entscheidungen entstehen, wie Ausschüsse arbeiten und wie man sich selbst einbringen kann – inklusive Blick ins Ratsinformationssystem (RIS).
👉 Wer versteht, kann mitbauen.
Mein Fazit:
Demokratie funktioniert dann am besten, wenn Menschen fragen, sich einbringen – und Antworten bekommen.
Euer Bepo 🦫
(der Chef – näher dran, als man denkt)
P.S.: Wenn ihr wissen wollt, wie die Menschen aus dem Verein den Termin erlebt haben, schaut bei „Moers aktuell“ vorbei. Zwei Blickwinkel sind besser als einer – sagt ein Biber mit Überblick.
Kleiner Hinweis - große Wirkung!
Hallo, hier ist wieder Bepo 🦫 – ja, der Chef, auch wenn das hier noch nicht alle verstanden haben...
Heute muss ich wirklich mal meinen Biberhut ziehen.
Ich finde es richtig gut, dass die Stadt eine Stimme aus der Bürgerschaft gehört hat. In der Ratssitzung am 25.03.2026 hat ein Bürger darauf aufmerksam gemacht, dass der Blindenleitstreifen vor dem Rathaus häufig zugestellt ist – und kurz darauf greift die Stadt genau dieses Thema öffentlich auf.
Ganz ehrlich: Genau so soll das laufen.
Eine Beobachtung aus dem Alltag wird ausgesprochen, landet nicht irgendwo im Nirgendwo, sondern wird gehört, ernst genommen und weitergetragen. Das ist Beteiligung, die wirkt. Kein großes Konzept, kein komplizierter Prozess – einfach jemand, der hinschaut und den Mund aufmacht.
Und das Thema selbst ist alles andere als klein.
Für viele Menschen ist ein Blindenleitstreifen vielleicht nur ein Detail im Straßenbild. Für andere ist er ein unverzichtbarer Wegweiser – Orientierung, Sicherheit und ein Stück Selbstständigkeit im Alltag. Wenn dieser Weg blockiert ist, wird aus einem kleinen Hindernis schnell eine echte Barriere.
Deshalb ist es so wichtig, dass wir alle mitdenken:
👉 Leitstreifen sind keine Abstellfläche.
👉 Nicht vor dem Rathaus – und auch sonst nirgendwo in der Stadt.
Inklusion beginnt nicht erst bei großen Projekten. Sie beginnt genau hier – bei Rücksicht, Aufmerksamkeit und dem Verständnis dafür, dass unsere Stadt für alle funktionieren muss.
Und ich sag’s euch aus meiner ganz persönlichen Biberperspektive:
Ein stabiler Damm entsteht nur, wenn jedes einzelne Stück Holz richtig liegt. Wenn einer sagt „ach, passt schon“, wird’s irgendwann wackelig. Und genau deshalb sind solche Hinweise so wertvoll.
Also: Danke an den Bürger für den Hinweis.
Und danke an die Stadt, dass sie zugehört und gehandelt hat.
👉 Das ist die Art von Zusammenarbeit, mit der wir Moers gemeinsam weiterbauen können.
Euer Bepo
(der Chef – zumindest theoretisch, aber fachlich unangreifbar)
🦫 Bezahlung der Woche (Oster-Spezial):
Diese Woche arbeite ich ausschließlich gegen erstklassige Weidenzweige und das gute Gefühl, dass Menschen aufeinander achten.
Beides ist für stabile Bauwerke absolut unverzichtbar.

Hallo, ich bin Bepo 🦫 – und ja, ich bin hier der Chef.
Also… eigentlich.
Offiziell sehen mich die Menschen von „Wir für Moers – Wir für uns“ eher als Maskottchen. Inoffiziell ist aber klar: Wenn es ums Bauen geht, fragt man besser den Biber.
Ich heiße Bepo. Das steht für Beteiligungsportal.
Nicht gerade der glamouröseste Name, ich weiß. Ein bisschen mehr „Rockstar-Biber“ hätte ich schon verdient gehabt. Aber gut – als echter Grafschafter Jung trägt man sowas mit Fassung. Und außerdem: Hinter dem Namen steckt ja eine gute Idee.
Ich komme nämlich ursprünglich aus einer Empfehlung des Bürger:innenrates Moers.
Ich bin also quasi… demokratisch legitimiert.
Nicht jeder Biber kann das von sich behaupten.
Was mich ausmacht?
Ich bin ein Teamtier. Wir Biber bauen keine Dämme allein. Wir hören zu, wir arbeiten zusammen, wir packen an. Genau das wünsche ich mir auch für unsere Stadt:
Dass wir gemeinsam an Moers bauen.
Mit Ideen, mit Meinungen, mit ganz unterschiedlichen Perspektiven.
Und wenn ich mir das hier so anschaue, sind die Leute im Verein schon auf einem guten Weg. Auch wenn sie manchmal vergessen, wer hier eigentlich den Bauplan in der Pfote hat.
Apropos Bauplan:
Habt ihr meinen Turm gesehen?
Der ist natürlich kein Zufall. Inspiriert vom Moerser Wappen –
aber mit meinem ganz eigenen Twist: drei Fenster.
Nicht, weil ich mich verzählt habe, sondern im Gedenken an die heilige Barbara. Schutzpatronin der Bergleute, Symbol für Zusammenhalt und Stärke. Passt doch, oder?
Und ja, ich habe mich als Modell für das Ganze zur Verfügung gestellt.
Aber nur unter zwei Bedingungen:
Ich wollte mit dem Geleucht abgebildet werden und erhalte einen wöchentlichen Bonus.
🦫 Bezahlung der Woche:
Aufgrund der Saison arbeite ich aktuell ausschließlich gegen Schokohasen und bunte Eier.
Wichtig: Nur faire Verteilung – ich übernehme die Qualitätskontrolle.
Wurde erledigt.
Ich sag mal so: Der Deal war gut. Für beide Seiten.
Hier im Blog werde ich euch in Zukunft mitnehmen:
Was passiert in Moers? Wo kann man sich einbringen? Und warum lohnt es sich, nicht nur zuzuschauen, sondern selbst mit zubauen?
Denn eins ist klar:
Ein guter Damm entsteht nicht durch Zuschauen.
Also – woran bauen wir als Nächstes?
Euer Bepo (der Chef – zumindest theoretisch)
